Geschichte der bildenden Kunst in Österreich. Gotik
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Eine detailreiche Kunstgeschichte Österreichs vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart in 6 Bänden






Eine detailreiche Kunstgeschichte Österreichs vom Frühmittelalter bis zur Gegenwart in 6 Bänden
Paolo Veronese und Jacopo Bassano zahlen zu den Groameistern der venezianischen Malerei des Cinquecento. Das Hauptaugenmerk des Buches gilt daher zahlreichen, bislang in der Literatur weitgehend auaer Acht gelassenen Werkanalysen, denen uberlegungen zu Ikonographie, Struktur, Kolorit, Licht- und Bildzeit zugrunde liegen. In Veroneses Gemalden dominiert der Stil der Spatrenaissance, beruhmt ist der Kunstler hinsichtlich seiner Vorliebe fur festlich heitere Kompositionen mythologischen und biblischen Inhalts. Bassano ist als kunstlerischer Gegenpol zu Veronese zu betrachten. Schon seit den sechziger Jahren lost er sich von seinem luminaristischen Kolorit zugunsten einer dusteren, in Nachstucke mundenden Farbgebung. Ungeachtet dessen spielen in seinen Werken - gleichfalls in Dunkel gehullt - religiose Themen immer noch eine groae Rolle.
Der Band steht im Zeichen Jacopo Tintorettos und seines künstlerischen Umfelds. Ausgehend von Tizian und beeinflusst von Michelangelo sowie dem mittelitalienischen Manierismus entwickelt sich Jacopo, in Konkurrenz mit Paolo Veronese, nach und nach zum führenden Repräsentanten der venezianischen Malerei. Das Hauptaugenmerk gilt den zahlreichen, bislang in der Forschung außer Acht gelassenen Werkanalysen, denen? methodologisch auch durch die Gestalttheorie und Wahrnehmungspsychologie bzw. Komparatistik gestützt? Überlegungen zur Ikonographie, Komposition, Farbe, Licht und Bildzeit zu Grunde liegen
Das Hauptaugenmerk gilt den zahlreichen, bislang in der Forschung (besonders der italienischen) weitgehend außer Acht gelassenen Werkanalysen, denen – methodologisch auch durch die Gestalttheorie bzw. Wahrnehmungspsychologie gestützt – Überlegungen zu Ikonographie, Struktur, Farbe, Licht und Bildzeit zu Grunde liegen. Einen besonderen Stellenwert hat die Untersuchung des Kolorits, zumal es sich hier um den in der Fachliteratur am meisten vernachlässigten Forschungsaspekt handelt. Aus all dem resultieren bisweilen neue hermeneutische Erkenntnisse und Antworten auf künstlerische Qualitätsfragen sowie auch Vorschläge zur Lösung strittiger Datierungs- und Zuschreibungsprobleme. Zudem werden die Gemälde nicht nur im Rahmen der venezianischen Maltradition, sondern auf Basis der komparatistischen Methode auch im überregionalen Kontext besprochen.
Festschrift H.G. Franz zum 70. Geburtstag
Die vorliegende Abhandlung untersucht die Entwicklung der Stilllebenmalerei, beginnend mit J.-B. Siméon Chardin bis zur klassischen Moderne. Der zentrale Ansatz ist eine kritische Auseinandersetzung mit dem oft irreführenden Begriff Stillleben (nature morte, natura morta), der in der Forschung meist als „bildliche Wiedergabe lebloser bzw. unbewegter Dinge“ definiert wird. Demgegenüber wird argumentiert, dass Künstler stets darauf abzielen, die „toten“ Dinge der Natur in eine dynamische, sinnstiftende Kunst zu verwandeln und sie so zum Leben zu erwecken. Die traditionelle kunstwissenschaftliche Analyse hat in diesem Bereich nur begrenzte Rezeptionskenntnisse hervorgebracht; ein methodisch abgesichertes Deskriptionssubstrat fehlt. Dieses kann nur durch die interdisziplinäre Einbeziehung von Wahrnehmungspsychologie und Gestalttheorie erreicht werden. Erst durch das Erkennen des Zusammenhangs zwischen Dynamik und Ausdrucksqualitäten wird deutlich, dass jeder dynamisch strukturierten Form ein universelles semantisches Potenzial innewohnt. Daraus ergibt sich ein hermeneutischer Ansatz, der zeigt, dass Stillleben mehr bedeuten als die Darstellung unbewegter Dinge – sie können menschliche Charaktere, Verhaltensweisen und Schicksale ausdrücken. R. Arnheim formuliert es treffend: „Stillleben vermitteln die gleiche Botschaft wie Menschengruppen.“