Bookbot

Eberhard Geisler

    8 janvier 1950
    Wagner hören
    Musikalisches Opfer
    Borromini
    Es tagt schon im Orangenhain
    In drei Gottes Namen
    A bigger splash
    • Borromini

      Entwurf einer literarischen Architektur

      • 192pages
      • 7 heures de lecture
      Borromini
    • Wagner hören

      Versuch einer Wiederaufnahme der Schrift

      Die Diskussionen um Richard Wagners Werk reißen nicht ab. Neuinszenierungen versuchen zwanghaft, seine Aktualität hervorzukehren, zugleich stellen die antisemitischen Äußerungen des Komponisten noch immer einen Hemmschuh für seine Rezeption dar. Dieses Buch folgt den Einsichten der neueren Hermeneutik, lässt die Frage der Intention in den Hintergrund treten und durch bislang unbeachtete Kontexte Wagners Werk in neuem Licht erscheinen. Zudem wird nach Wagners Verhältnis zu sprachlichem Ausdruck gefragt. Der Komponist hatte sich der Musik aus Sprachnot zugewandt und in ihr Unvergleichliches geschaffen, lädt uns heute jedoch zu einer Wiederaufnahme des Wortes ein. Seine Kritik des Patriarchats, die sich in einem „weiblichen“ Verständnis von Kunst äußert, gehört in denselben Zusammenhang. Walter Benjamin, der gegenüber Adorno seine Bewunderung für Wagner hatte verschweigen müssen, lieferte mit seiner zum Fortschrittsdenken querstehenden Idee einer Darstellung von Vergangenem eine der wesentlichen Anregungen für dieses Buch. 

      Wagner hören
    • Gemeinschaft der Heiligen

      Zugleich eine Revision von Goethes Werther

      • 148pages
      • 6 heures de lecture

      Ein Abend am See, drei Menschen, Weißwein trinkend, im angeregten Gespräch: Unverhofft findet sich der 72-jährige Helmut in einer platonischen Ménage-à-trois wieder. Just als er sich wieder einmal der Lektüre des »Werther« widmet, dem literarischen Bezugspunkt für unglückliche Liebesgeschichten schlechthin, begegnet er erneut seiner großen Liebe aus lang zurückliegenden Studentenzeiten. Was nach einem wehmütig verlaufenden Abend klingt, führt jedoch zu innerer Klärung und großer Leichtigkeit. Im Gespräch mit Veronika, einer Literaturwissenschaftlerin, und ihrem Mann, einem Kunsthistoriker, eröffnet sich dem Erzähler ein neuer Blick auf die Leiden des jungen Werthers. Im Lauf dieser Auseinandersetzung wird ihm klar, wie narzisstisch geprägt Werthers Liebe und die eigenen Leiden als junger Liebender waren. Zu einem künstlerischen und intellektuellen Bezugspunkt wird im Gespräch des Trios die Malerei von Henri Michaux (1899–1984). Der Künstler stellte sowohl die Einzigartigkeit des Individuums, aber auch ein von narzisstischen Spiegelungen befreites zwischenmenschliches Verhältnis in den Mittelpunkt seiner Kunst. In seinen Werken kommt es zur »Gemeinschaft der Heiligen«. So wird Eberhard Geislers Erzählung nicht nur zu einem intellektuellen Lesevergnügen, sondern auch zu einer wunderbar berührenden Erzählung über das Wesen der Liebe, die Kraft der Freundschaft und den Gewinn an Gelassenheit, den wir mit den Jahren erhalten können.

      Gemeinschaft der Heiligen