Brigitte Boothe: Wie wird man aus Liebe klug? Ein Wunschprogramm zur Einleitung Kulturelles Gedächtnis und sprachliche Vitalität: Erzählung, Phantasie und Liebesbrief – Barbara Gobrecht: Märchen vom Typ „Die kluge Bauerntochter“: die Perspektive der Erzählforschung – Reinhard Fatke: Kindliche Phantasie und psychoanalytische Literaturinterpretation – Eva Lia Wyss: Über Klugheit in Liebesbriefen. Überlegungen in Anlehnung an das Märchen „Die kluge Bauerntochter“ nach den Brüdern Grimm Klug – verrückt – unmöglich: Beziehungsfiguren zwischen den Geschlechtern – Günther Bittner: „Nicht gekleidet, nicht nackend...“ Über Klugheit in der Liebe – Barbara Saegesser: Weibliche Klugheit in der Liebe – Peter Widmer: Der Platz des Unmöglichen im Märchen „Die kluge Bauerntochter“ – Hans Holderegger: Überleben in einer verrückten Welt Kluge Frauen – Kluge Männer: Einander fremd – einander verbunden – Peter Geissler: Wer verführt wen? Überlegungen zur Anatomie des Flirtverhaltens – Reto Volkart: Die Liebesprobe – Astrid Riehl-Emde: List als Entwicklungsanstoss für die Ehe. Die Perspektive einer Paartherapeutin – Cordelia Schmidt-Hellerau: Brot oder Mann? Der Mann als Brot! Psychoanalytische Assoziationen zur Bauernschläue und den geheimen Motiven einer Grimm’schen Märchenehe Bedenkliches zur Ausleitung – Brigitte Boothe: Wer die Frauen meidet, bleibt intakt. Das Geheimnis männlicher Selbstprofilierung
Brigitte Boothe Ordre des livres





- 2004
- 2000
Der Traum - 100 Jahre nach Freuds Traumdeutung
- 284pages
- 10 heures de lecture
Im Scherz wollte Freud sich ein Denkmal setzen und fragte, ob eines Tages eine Tafel angebracht würde, auf der stünde, dass er am 24. Juli 1895 das Geheimnis des Traumes enthüllte. Dieser Wunsch blieb ein Scherz, doch die Wirkung von „Die Traumdeutung“, veröffentlicht 1900, war enorm. Fragen zur Verbindung von Traum und Hirntätigkeit sowie zum Einfluss der physischen Verfassung regen bis heute lebhafte Diskussionen unter Empirikern und Theoretikern an. Freuds Theorie und Interpretationen eröffneten einen neuen Blick auf das Träumen, das nicht mehr als bloßer Nebenschauplatz menschlichen Lebens betrachtet wird. Das Selbstgefühl im 20. Jahrhundert zeigt sich als etwas, das über die Selbstverfügung und die Aufklärungsvernunft hinausgeht. Traumleben und Traumschreiben, sowie deren Zeichen und Darstellungen, bleiben bis heute prägend und beeinflussen neue ästhetische Formen. Freuds systematischer Zugang zur Traumdeutung bereichert weiterhin die Interpretationstheorie in verschiedenen Disziplinen, einschließlich Literaturwissenschaft, Philosophie und Theologie. Zudem ist das Erzählen von Träumen, sowohl in therapeutischen Kontexten als auch im Alltag, ein fruchtbares Feld für Kommunikationsexperten, unabhängig davon, ob es naiv oder gelehrt geschieht.
- 1999
Wünschenkönnen und Lebensfreude haben viel miteinander zu tun. Es gibt eine Trostlosigkeit des Nicht-Wünschenkönnens. Wünschenden erscheint die Welt farbig und kostbar, wie dem Verliebten und der Verliebten die Person ihres Herzens als Schatz und Lebenselixier. Als Wünschende heißen wir die Welt willkommen. Wir machen sie uns durch unser Begehren und Verlangen zu eigen; wir gestalten sie kreativ um. Wir brauchen die wunscherfüllende Vision, um Handlungs- und Lebenspläne entwerfen zu können. Gleichzeitig mag sie uns zum Träumen verleiten und am Tätigwerden hindern. Menschliche Existenz und menschliche Konflikthaftigkeit erfährt, wie die Psychoanalyse einst aufwies, durch die Erforschung des Wünschens eine Tiefendimension; und doch ist dieses Gebiet in den Wissenschaften und im interdisziplinären Dialog noch wenig präsent. Dieser Band bringt Psychoanalytiker, Theaterwissenschaftler, Philosophen, Psychologen, Pädagogen und Psychiater ins Gespräch über die Vielschichtigkeit dieser geheimnisvollen psychischen Leistungen, die sowohl lahmlegen als auch beflügeln.
- 1996
Zwischen Mädchen-Exil und Mädchen-Power, zwischen Noras Puppenheim und Pippi Langstrumpf, neuer Mütterlichkeit und alter Ritter-Retter-Vaterfigur: Die Autorinnen liefern eine faszinierende Analyse weiblicher Selbstbezichtigung und gleichzeitiger Inszenierung als Opfer. Sie entlarven das psychologische Rührstück vom Mann als Zerknirschten ebenso wie heutige Konsum-Partnerschaften und den Solidarisierungsdruck unter Frauen. Moderne empirische Säuglingsforschung und Fallbeispiele aus der psychotherapeutischen Praxis sind aussagekräftige Bestandteile einer Psychoanalyse der weiblichen Entwicklung. Dieses Buch ist alles andere als eine trockene Abhandlung: Es liefert aufschlußreiche Querverbindungen zu Mythen und Märchen, zur bildenden Kunst und Gegenwartsliteratur, es öffnet den Blick für das kritische Potential der Psychoanalyse und die Macht der Ironie - ein scharfzüngiges, unbestechliches und intelligentes Buch.