Michael Eskin untersucht die Bedeutung Paul Celans im Dialog mit zeitgenössischen Autoren wie Durs Grünbein und Ulrike Draesner. Hundert Jahre nach Celans Geburt bleibt seine Dichtung aktuell. Eskin beleuchtet Celans Stimme als Überlebenden der Shoah und dessen Einfluss auf die Lebens- und Werkweise seiner Gesprächspartner.
Michael Eskin Livres


In den hier versammelten Essays, die das bisherige Gesamtwerk von Durs Grünbein umfassen, taucht Michael Eskin in das Leben eines Dichters als einem der bedeutendsten zeitgenössischen Wortkünstler ein und macht die von ihm beschworene Verflechtung von Poesie und Leben erfahrbar. Das lebendige Werk des Dichters entsteht vor den Augen des Lesers in seiner dynamischen Verflechtung mit den sich ständig verändernden physiologischen, historischen, politischen und literarischen Umständen und Prozessen seiner Existenz. Wir erleben Grünbein im regen Dialog mit Vorgängern und Zeitgenossen (darunter René Descartes, Aleksandr Pukin, Paul Celan, Joseph Brodsky und Terrance Hayes), als Reisender der Geschichte und Sterblichkeit, als beispielhaften Denker in Bildern, als Dichter des Alters und Kindheit, die das Politische poetisch formuliert und über die Ästhetik kulinarischer Genüsse singt