In den 1950er-Jahren erlebte Düsseldorf einen tiefgreifenden Wandel, geprägt von Wiederaufbau und wirtschaftlichem Aufschwung als neue Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens. Diese Zeit ist durch eine Vielzahl von Fotografien aus dem Stadtarchiv dokumentiert, die nicht nur den Wiederaufbau, sondern auch Freizeit, Kultur, Wirtschaft und das Brauchtum zeigen. Besonders betont wird die bedeutende Rolle des Rheins und die berühmte Königsallee, die in diesen Veränderungen eine zentrale Rolle spielt. Traditionen wurden dabei nicht vernachlässigt, was die Vielseitigkeit der Stadt unterstreicht.
Andrea Trudewind Ordre des livres



- 2021
- 2020
Augenblicke des Wandels
Julius Söhn - frühe Straßenfotografie in Düsseldorf (1890-1937)
- 176pages
- 7 heures de lecture
Der Düsseldorfer Hoffotograf Julius Sohn (1868-1943) gilt als bedeutender Chronist der Stadtgeschichte, dessen umfangreiches Fotoarchiv beeindruckende Einblicke in das Leben Düsseldorfs bietet. Sein handwerkliches Können, das er in der Pionierzeit der Fotografie erlernte, ermöglichte es ihm, sowohl besondere Ereignisse als auch den Alltag der Stadtbewohner über Jahrzehnte festzuhalten. 1975 wurde seine wertvolle Sammlung von rund 3.200 Fotos für das Stadtarchiv Düsseldorf erworben, was einen Glücksfall für die frühe Düsseldorfer Fotografiegeschichte darstellt. Neben dem einzigartigen dokumentarischen Wert der Bilder zeichnet sich die Sammlung durch hohe künstlerische Qualität aus. Bisher lag der Fokus bei Publikationen des Stadtarchivs nicht auf Söhns früher Straßenfotografie. Diese Fotoedition widmet sich erstmals systematisch seinen beeindruckenden Aufnahmen von Personen und Gebäuden in Alltagssituationen und setzt sie in den Kontext der historischen Entwicklung Düsseldorfs von 1890 bis zur Mitte der 1930er Jahre. Der Band bietet zahlreiche bislang weniger bekannte Aufnahmen und enthält begleitende Essays, die eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Söhns Leben und Werk ermöglichen.