In Zeiten steigender Prävalenz des Online-Handels stehen innovative Vertriebs- und Preisstrategien im Fokus des unternehmerischen Interesses. Besonders personalisiertes Pricing und die Aufteilung von Gesamtkosten in Produktpreis und Versandkosten sind relevante Ansätze des Behavioral Pricing, um Gewinnmargen zu maximieren. Mit der Einführung von Sprachassistenten und der wachsenden Bedeutung von Voice Commerce ergeben sich zusätzlich neue Möglichkeiten, gezielt auf Konsumenten einzugehen und personalisierte Preisstrategien einzusetzen. Vor allem technikaffine Verbraucher gelten hierbei als attraktive Zielgruppe.Eine umfassende theoretische und forschungsempirische Analyse beleuchtet die Einflüsse von Preishöhe, separaten Versandkosten und der Benutzeroberfläche auf die Preiswahrnehmung, Word-of-Mouth-Intention und letztlich Kaufintention. Ein besonderes Augenmerkt liegt zudem auf dem Mediator Anthropomorphismus und dem Moderator Innovativeness. Als Erweiterung bisheriger Forschung verknüpfen die Autoren das Behavioral Pricing mit dem Themengebiet des Voice Commerce und liefern interessante Implikationen für die Forschung sowie praxisorientierte Empfehlungen für Unternehmen.
Frank Huber Livres





Nicht nur bei Unternehmen wie Tesla führt die immer einfacher werdende Möglichkeit, Produkt-Vorbestellungen zu tätigen, zu einem Anstieg der Nachfrage seitens der Konsumenten, die diese Kaufvariante nutzen, um von den Vorteilen einer Vorbestellung zu profitieren. Lukrative Preisrabatte stellen hierbei unter anderem einen besonders hohen Anreiz dar, ein Produkt noch vor der eigentlichen Vermarktung vorzubestellen. Das Ziel dieser Studie ist es, entscheidungsrelevante Einflussfaktoren bei Vorbestellungen hedonischer Produkte zu untersuchen, wobei im Fokus der Studie die Analyse der Effekte des Rabattniveaus, des Angebotszeitraums und der Wartezeit bis zur Lieferung auf die relevanten Zielgrößen der wahrgenommenen Produktqualität, der Wirksamkeit der Werbeaktion und der Kaufabsicht stehen. Darüber hinaus werden die Moderatoreneffekte der Konstrukte Rabattaffinität und Neigung zu zeitlich langfristiger Planung untersucht. In diesem Rahmen wird ein Untersuchungsmodell entwickelt und varianzanalytisch überprüft.
Mit stark zunehmender Dynamik bilden sich im Internet Meinungen, Präferenzen, Kritiken und Empfehlungen zu Produkten und Dienstleistungen. Die Verbraucher entwickeln sich von passiven Konsumenten zu Mitwirkenden: Es bilden sich Brand Communities besonders loyaler und leidenschaftlicher Konsumenten, die einen bedeutenden Einfluss auf das Kaufverhalten anderer Verbraucher nehmen. Für das unternehmerische Marketing gestaltet sich in diesem Zusammenhang die Frage nach adäquaten Instrumenten zur langfristigen Steigerung der Kundenloyalität oft schwierig. Vor diesem Hintergrund gelten Brand Communities im Internet als eine zukunftsweisende Strategie zur Kundenbindung. Die Autoren beschreiben zunächst Funktionsweisen der Brand Communities und untersuchen die Relevanz dieses Phänomens für das Marketing der Unternehmen. In einer empirischen Studie im Bereich der Computer- und Unterhaltungselektronik wird im Anschluss die Relevanz von Brand Communities für das Kaufverhalten und die Markenloyalität belegt. Die Resultate bestätigen die Wirkung der identifizierten Einflussgrößen Einstellung zur Marke, Markenvertrauen und Weiterempfehlungsverhalten sowie die „Gruppenkomponenten“ Subjektive Norm und Gemeinschaftsgefühl auf die Kaufabsicht und die Markenloyalität. Aufbauend auf den gewonnenen Ergebnissen, leiten die Autoren konkrete Empfehlungen zur effektiven Nutzung von Brand Communities für die Marketingpraxis ab.
Forum Produkt- und Produktionsmanagement: Markterfolg radikaler Innovationen
Determinanten des Akzeptanzverhaltens
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Für viele Unternehmen ist die Innovationsfähigkeit ein kritischer Erfolgsfaktor. Dennoch scheitern zahlreiche Produktinnovationen, so dass sie ein kaum kalkulierbares Risiko darstellen. Aus der Perspektive der Kunden sind Misserfolge oft auf unpassende Produktgestaltung oder mangelhafte Produktkommunikation zurückzuführen. Stefanie Regier untersucht daher, welche Faktoren die Produktevaluation und die Akzeptanzentscheidung des Konsumenten bei radikalen Innovationen beeinflussen. Auf dieser Basis entwickelt sie ein Modell, um Hilfestellung bei ihrer Markteinführung und -kommunikation zu leisten. Die Verknüpfung von Schematheorie und der Theorie des überlegten Handelns erweist sich in diesem Zusammenhang als gewinnbringendes Konzept. Die Überprüfung des Modells an der Realität liefert wertvolle Befunde für die erfolgreiche Markteinführung radikaler Innovationen.
Cause-related-Marketing-Kampagnen erfolgreich konzipieren
Eine empirische Studie
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Trends im Bereich sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit sind in Kommunikationsmedien präsent und haben sich in Unternehmen, insbesondere in Marketingabteilungen, etabliert. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, wie sie diesen Trend umsetzen können, um dem sozialen und ökologischen Bewusstsein der Konsumenten gerecht zu werden. Mögliche Ansätze umfassen die Einrichtung von Corporate Social Responsibility Abteilungen, Sozi-Sponsoring, transparente Produktionsmethoden oder die Entwicklung von Bio-Produkten. Neben der Wahl des Engagements ist es entscheidend, die Botschaft effektiv an die Konsumenten zu vermitteln, um ein positives Unternehmensimage zu schaffen, das das Kaufverhalten beeinflusst. Der „Return of Investment“ gilt auch für soziale Engagements. Das Werk untersucht soziale Werbekampagnen und deren Einfluss auf die Kaufabsicht der Konsumenten. Es wird ein empirisch überprüftes Kausal-Modell erstellt und strategische Handlungsempfehlungen für die erfolgreiche Umsetzung solcher Kampagnen abgeleitet. Ein besonderer Dank gilt allen, die zur Realisierung dieses Werkes beigetragen haben.