Das Buch widmet sich einem Kernbereich literarischen Verstehens unter der Perspektive des Erwerbs im schulischen Kontext. Untersucht wurden Verstehensprozesse von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 6 und 9 im Umgang mit poetischer Metaphorik. Außerdem wurden (deren) Lehrkräfte interviewt, um die professionsbezogenen Überzeugungen und die handlungsleitenden Orientierungen der Professionellen rekonstruieren zu können. Dabei gelingt es zum einen, erfolgreiche und weniger erfolgreiche ästhetische Rezeptionsstrategien der Schüler/innen zu rekonstruieren. Zum anderen können individuelle und sozial geteilte - auch schulformspezifische - Ausprägungen und Ausprägungskonstellationen domänenspezifischer Überzeugungen von Literaturlehrenden und Spannungsfelder der Handlungsorientierung aufgezeigt werden.
Irene Pieper Ordre des livres (chronologique)


Integrative Deutschdidaktik: Standard Wissen Lehramt
- 353pages
- 13 heures de lecture
Für einen integrativen Deutschunterricht Sprach- und Literaturdidaktik sind die klassischen Disziplinen der Deutschdidaktik mit je eigenen Forschungstraditionen. Bei der Modellierung des Auf- und Ausbaus sprachlicher und literarästhetischer Handlungsfähigkeit lassen sich die beiden Domänen aber oft weniger deutlich trennen. Entlang der Kompetenzbereiche Sprechen und Zuhören, Lesen und Schreiben sowie Sprach- und Literaturbetrachtung lotet diese Einführung die Schnittstellen zwischen sprach- und literaturdidaktischen Zugängen aus. Dabei zeigt sich, wo sich sprach- und literaturdidaktische Konzepte ergänzen, wo sie sich gegenseitig stützen und wie sie sich bereichern; herausgearbeitet werden aber auch die Grenzen der integrativen Perspektive. Damit liefert das Buch zugleich eine wissenschaftliche Basis für die systematische Reflexion über die Potenziale der Integration von Sprache und Literatur im Deutschunterricht.