Literaturwissenschaftlerin, Schriftstellerin, politische Publizistin und Emigrantin – die in Moskau geborene Lili Körber (1897–1982) studierte, lebte und arbeitete in mehreren europäischen Städten und wirkte vor allem im Roten Wien. In ihren Büchern wie Eine Frau erlebt den roten Alltag (1932) oder Eine Jüdin erlebt das neue Deutschland (1934), sowie in ihren zahlreichen journalistischen Arbeiten, spiegeln sich die Verwerfungen des 20. Jahrhunderts: die Sowjetunion und der Stalinismus, Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg, aber auch die gesellschaftlichen Entwicklungen in Japan und China. Nach ihrer Flucht vor der NS-Verfolgung lebte Körber im Exil in den USA, wo sie nur mehr wenig publizierte. Sie geriet in Vergessenheit. Das Buch lädt zu einer Wiederentdeckung Lili Körbers ein: die interdisziplinären Beiträge diskutieren Werk und Leben einer engagierten Intellektuellen, einer widerständigen Publizistin, einer exilierten Autorin.
Burcu Dogramaci Ordre des livres (chronologique)





Gedruckt und erblättert
- 278pages
- 10 heures de lecture
Fotografie im Buch hat bereits seit Erfindung der Kamerakunst im 19. Jahrhundert zentrale Bedeutung für die Vermittlung einer visuellen Kultur. Obgleich ihre digitale und analoge Präsenz in den vergangenen Jahren zugenommen hat, sind wesentliche systematische Fragen zum Fotobuch als künstlerisches Medium bislang wenig thematisiert worden. Dieser Sammelband legt seinen Schwerpunkt auf das Fotobuch von den 1940er Jahren bis in die Gegenwart und versammelt Beiträge der jüngeren, kunstwissenschaftlichen Forschung. Diskutiert wird das Fotobuch als Medium künstlerischer Artikulation, in dem kulturhistorische Kontexte, gesellschaftliche und politische Agenden verhandelt werden.
Deutschland, fremde Heimat
Zur Rückkehr emigrierter Bildhauer nach 1945 / The Return of Émigré Sculptors After 1945
- 82pages
- 3 heures de lecture
Künstlerinnen der Avantgarde in Hamburg zwischen 1890 und 1933
- 136pages
- 5 heures de lecture
Die Kunst und der Kunstbetrieb um die Jahrhundertwende waren von Männern bestimmt. Hamburg und die Hamburger Kunsthalle bildeten hier keine Ausnahme. Frauen hatten es hingegen schwer, mit ihren künstlerischen Werken ernst genommen zu werden, Anerkennung zu finden und sich durchzusetzen. Doch sie prägten die neuere Kunstgeschichte Hamburgs entscheidend mit, wie auch der zweite Band des Katalogprojekts eindrucksvoll demonstriert.