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Michaela Weiss

    Michaela Weiss
    Emilie
    Die Nacht der Tiere
    Jak přírodně na candidu: Průvodce celostním přístupem ke zdraví
    Silesian Studies in English 2021
    • Kniha Jak přírodně na candidu obsahuje velmi přehledný a prakticky orientovaný systém vyřešení symptomů spojených s přemnoženou candidou a plísněmi v těle. Dá se číst i jako průvodce celostním přístupem ke zdraví. Díky této knize se naučíte: - uzdravit své tělo z problémů spojených s přemnoženou candidou (Candida albicans) a plísněmi komplexně - optimalizovat trávení - posílit imunitu a metabolismus - omladit játra - zbavit se případných parazitů - zrychlit detoxikaci - detekovat své případné alergeny - zvládat lépe stres - optimalizovat spánek - pracovat s mentálními technikami - uvolnit napětí - posílit přirozené ozdravné procesy svého těla

      Jak přírodně na candidu: Průvodce celostním přístupem ke zdraví
      4,0
    • Die Nacht war blau wie Tinte, als die Versammlung der Tiere begann. Eng zusammengekuschelt, suchten sie Wärme in der Kälte. Alle vermissten ihre gemütlichen Höhlen und Nester, doch der Anlass war zu wichtig, um im Warmen zu bleiben. „Es war vor langer Zeit, aber ich erinnere mich sehr genau an damals“, begann der Hund. Die Tiere drängten sich näher, um kein Wort zu verpassen. „Woran erinnerst du dich, Hund?“, fragte die Regenbogenforelle, übersetzt von der Steinfliege, die die Sprache des Fisches verstand. „Weißt du etwas darüber, wie die Tiere und die Menschen früher zusammenlebten?“, knarrte der Sonnendachs, der aus einem fernen, heißen Land angereist war. „Waren sie glücklich?“, fragte das Baumwollschwanzkaninchen aufgeregt und trommelte mit den Hinterläufen auf den Boden, bevor es unter die Waldblumen sprang und verschwand.

      Die Nacht der Tiere
    • Emilie

      Erzählung

      In dieser zarten Erzählung von Doris Mühringer zeigt sich eine Sprache, die in ihrer Poesie über alle Altersgrenzen hinwegreicht. Die Illustrationen von Michaela Weiss verfeinern die einzigartigte Fliegengeschichte auf kongeniale Weise. „Eines Abends erscheint Emilie. Setzt sich auf meinen Daumen und putzt sich. Kopf, Vorderbeine, Flügel, Hinterbeine – Kopf, Vorderbeine … Das dauert eine ganze Weile. Sie ist klein, nicht größer als ein Reiskorn und zart und zierlich. Ich bewege den Daumen, weil ich wissen will, ob sie wegfliegt. Emilie bleibt sitzen. Also ist sie ganz neu. Es hat ihr noch niemand beigebracht, dass man sich vor Menschen fürchten muss. Vielleicht ist sie erst eine Stunde alt. Oder eine halbe. Oder vielleicht erst fünf Minuten. … Ich könnte sie streicheln, wenn sie nicht so zart wäre. Ich könnte sie töten. Woher weiß sie, daß ich es nicht tun werde? Emilie putzt sich schon wieder. Ich aber sitze bei der Schreibmaschine, es ist November, draußen schneit es, und ich habe heute noch viel zu tun. Ich schiebe sie vorsichtig auf ein Blatt Papier und setze sie zum Radiergummi und den Kugelschreibern. Da hat sie Unterhaltung genug. Und dann vergesse ich Emilie. Und Emilie vergisst mich. Und das ist ein großes Glück, wie man sehen wird. Emilie gefällt es bei mir. Gewöhnliche Fliegen summen die Fensterscheiben hinauf und hinunter und wollen hinaus. Emilie nicht. Wovon leben kleine Fliegen eigentlich?“

      Emilie