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Kontingenz, Ironie und Solidarität

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In diesem Buch argumentiert der amerikanische Philosoph Richard Rorty, dass Denker wie Nietzsche, Freud und Wittgenstein es den Gesellschaften ermöglicht haben, sich als historische Kontingenzen zu sehen, anstatt als Ausdruck einer zugrunde liegenden, ahistorischen menschlichen Natur oder als Verwirklichung überhistorischer Ziele. Diese ironische Perspektive auf die menschliche Bedingung ist wertvoll, kann jedoch die sozialen und politischen Ziele des Liberalismus nicht voranbringen. Tatsächlich glaubt Rorty, dass es die Literatur und nicht die Philosophie ist, die dies tun kann, indem sie ein echtes Gefühl menschlicher Solidarität fördert. Insbesondere sind es Romanautoren wie Orwell und Nabokov, die es schaffen, uns für die Grausamkeit bestimmter sozialer Praktiken und individueller Einstellungen zu sensibilisieren. Eine wirklich liberale Kultur würde die private, individuelle Freiheit der ironischen, philosophischen Perspektive mit dem öffentlichen Projekt menschlicher Solidarität verbinden, wie sie durch die Einsichten und Sensibilitäten großer Schriftsteller hervorgebracht wird. Rorty verwendet eine Vielzahl von Referenzen – von der Philosophie über die Sozialtheorie bis zur Literaturkritik –, um seine Überzeugungen zu verdeutlichen.

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Kontingenz, Ironie und Solidarität, Richard Rorty

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1992
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