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Die Sprache der Glocken

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Landschaft des Klanges und sensible Kultur in den ländlichen Gebieten des 19. Jahrhunderts. Alain Corbin widmet sich in "Die Glocken der Erde" der Untersuchung der "Klanglandschaft". Er nutzt erstmals die rund zehntausend Fälle von Glocken, die uns das 19. Jahrhundert hinterlassen hat, und entdeckt, wie zentral diese ungewöhnlichen Quellen für eine gesamte symbolische Ordnung sind. Die Glocke bestimmt den Rhythmus des ländlichen Lebens, orientiert den Raum; sie definiert eine Identität und kristallisiert eine Bindung an das Land. Das Läuten bildet eine Sprache, begründet ein Kommunikationssystem und begleitet vergessene Formen der Beziehungen zwischen den Individuen, zwischen den Lebenden und den Toten. Ob es darum geht, Freude, die Bedrohung durch Feuer oder Blut, die Angst vor Epidemien zu übersetzen, es gibt keine tiefgreifende kollektive Emotion, die nicht auf die Glocke zurückgreift. Gleichzeitig stellt die Beherrschung des Gebrauchs des Läutens eine entscheidende Herausforderung im Verlauf der Machtkämpfe dar, die die ländlichen Mikrokosmen erschüttern. Der Historiker hört in diesem brillanten Werk auf die Menschen der Vergangenheit, um die Leidenschaften zu erkennen, die sie bewegten, und um eine kürzlich verschwundene Welt zu verstehen.

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Die Sprache der Glocken, Alain Corbin

Langue
Année de publication
1995
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Titre
Die Sprache der Glocken
Langue
Allemand
Éditeur
S. Fischer
Publié
1995
Format
rigide
Pages
501
ISBN10
310010210X
ISBN13
9783100102102
Séries
Titre original
Les cloches de la terre
Description
Landschaft des Klanges und sensible Kultur in den ländlichen Gebieten des 19. Jahrhunderts. Alain Corbin widmet sich in "Die Glocken der Erde" der Untersuchung der "Klanglandschaft". Er nutzt erstmals die rund zehntausend Fälle von Glocken, die uns das 19. Jahrhundert hinterlassen hat, und entdeckt, wie zentral diese ungewöhnlichen Quellen für eine gesamte symbolische Ordnung sind. Die Glocke bestimmt den Rhythmus des ländlichen Lebens, orientiert den Raum; sie definiert eine Identität und kristallisiert eine Bindung an das Land. Das Läuten bildet eine Sprache, begründet ein Kommunikationssystem und begleitet vergessene Formen der Beziehungen zwischen den Individuen, zwischen den Lebenden und den Toten. Ob es darum geht, Freude, die Bedrohung durch Feuer oder Blut, die Angst vor Epidemien zu übersetzen, es gibt keine tiefgreifende kollektive Emotion, die nicht auf die Glocke zurückgreift. Gleichzeitig stellt die Beherrschung des Gebrauchs des Läutens eine entscheidende Herausforderung im Verlauf der Machtkämpfe dar, die die ländlichen Mikrokosmen erschüttern. Der Historiker hört in diesem brillanten Werk auf die Menschen der Vergangenheit, um die Leidenschaften zu erkennen, die sie bewegten, und um eine kürzlich verschwundene Welt zu verstehen.