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Berlin ohne Juden

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Einer der erstaunlichsten Romane der zwanziger Jahre: Erzählt wird, wie eine antisemitische Volkspartei nach dem Gewinn der Reichstagswahlen das Parlament übernimm und Gesetze gegen Juden erläßt. Alle Juden unter 75 Jahren müssen das Land verlassen, ihr Vermögen wird konfisziert. So weit kommt einem die Geschichte vertraut vor. Doch in Berlin ohne Juden geht sie anders aus als in der Wirklichkeit. Das Ausland stellt sich geschlossen gegen Deutschland und boykottiert die deutsche Wirtschaft. Protest bricht aus, die Maßnahmen müssen zurückgenommen werden. Landsbergers bereits 1925, also im selben Jahr wie 'Mein Kampf', erschienener Roman ist eine Satire auf die antisemitischen Machenschaften der Nazis. Die Handlung allerdings wirkt durch ihre spätere Realität geradezu gespenstisch. Der heutige Leser fragt sich, ob die von Landsberger in seinem Roman durchgeführte Lösung nicht auch in der Wirklichkeit eine Chance gehabt hätte.

Édition

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Berlin ohne Juden, Artur Landsberger

Langue
Année de publication
1998
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4,0
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Langue
Allemand
Éditeur
Weidle
Publié
1998
Format
souple
Pages
215
ISBN10
3931135349
ISBN13
9783931135348
Séries
Évaluation
4 sur 5
Description
Einer der erstaunlichsten Romane der zwanziger Jahre: Erzählt wird, wie eine antisemitische Volkspartei nach dem Gewinn der Reichstagswahlen das Parlament übernimm und Gesetze gegen Juden erläßt. Alle Juden unter 75 Jahren müssen das Land verlassen, ihr Vermögen wird konfisziert. So weit kommt einem die Geschichte vertraut vor. Doch in Berlin ohne Juden geht sie anders aus als in der Wirklichkeit. Das Ausland stellt sich geschlossen gegen Deutschland und boykottiert die deutsche Wirtschaft. Protest bricht aus, die Maßnahmen müssen zurückgenommen werden. Landsbergers bereits 1925, also im selben Jahr wie 'Mein Kampf', erschienener Roman ist eine Satire auf die antisemitischen Machenschaften der Nazis. Die Handlung allerdings wirkt durch ihre spätere Realität geradezu gespenstisch. Der heutige Leser fragt sich, ob die von Landsberger in seinem Roman durchgeführte Lösung nicht auch in der Wirklichkeit eine Chance gehabt hätte.