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Diego Rivera

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„Er war zu groß für alles, konnte sich nicht in ein Leben zwängen; wenn man seine Wandgemälde im Nationalpalast ansieht, weiß man, warum.“ Cees Nooteboom beschreibt Diego Rivera (1886-1957) als die Symbolfigur der mexikanischen Nation. In der umfassenden Biographie von Patrick Marnham werden die parallelen Leben dieser überbordenden Persönlichkeit beleuchtet, die sowohl exzentrischer Künstler als auch politischer Visionär war. Marnham verfolgt Riveras Weg vom ländlichen Mexiko, geprägt von Mythen und Folklore, bis nach Europa, wo ihn die Fresken der Renaissancekünstler nachhaltig beeinflussen. In Paris lernt der junge Rivera bedeutende Künstler wie Picasso und Modigliani kennen. 1921 kehrt er in die postrevolutionäre Heimat zurück und schafft einen Freskenzyklus, der seinen Durchbruch markiert. Seine Werke, die oft die Unterprivilegierten und die Arbeiterklasse in den Mittelpunkt stellen, sind Botschaften seiner kommunistischen Überzeugungen. Rivera wird eine öffentliche Figur, eingeladen von Stalin, doch die Rolle eines subalternen Hofmalers ist ihm zu klein. Trotz seiner legendären Liebschaften, darunter Frida Kahlo, bleibt seine monomanische Hingabe zur Malerei sein Lebensinhalt. Diese Haltung verleiht ihm enorme Kräfte und führt zu Fehden, die sein Werk bis heute umstritten machen. Marnham zeigt in seiner gut recherchierten Biographie die komplexe Persönlichkeit und das Erbe Riveras auf.

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Diego Rivera, Patrick Marnham

Langue
Année de publication
2001
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(rigide)
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4,0
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Titre
Diego Rivera
Langue
Allemand
Éditeur
Lübbe
Publié
2001
Format
rigide
Pages
464
ISBN10
3785720718
ISBN13
9783785720714
Séries
Titre original
Dreaming with his eyes open
Évaluation
4 sur 5
Description
„Er war zu groß für alles, konnte sich nicht in ein Leben zwängen; wenn man seine Wandgemälde im Nationalpalast ansieht, weiß man, warum.“ Cees Nooteboom beschreibt Diego Rivera (1886-1957) als die Symbolfigur der mexikanischen Nation. In der umfassenden Biographie von Patrick Marnham werden die parallelen Leben dieser überbordenden Persönlichkeit beleuchtet, die sowohl exzentrischer Künstler als auch politischer Visionär war. Marnham verfolgt Riveras Weg vom ländlichen Mexiko, geprägt von Mythen und Folklore, bis nach Europa, wo ihn die Fresken der Renaissancekünstler nachhaltig beeinflussen. In Paris lernt der junge Rivera bedeutende Künstler wie Picasso und Modigliani kennen. 1921 kehrt er in die postrevolutionäre Heimat zurück und schafft einen Freskenzyklus, der seinen Durchbruch markiert. Seine Werke, die oft die Unterprivilegierten und die Arbeiterklasse in den Mittelpunkt stellen, sind Botschaften seiner kommunistischen Überzeugungen. Rivera wird eine öffentliche Figur, eingeladen von Stalin, doch die Rolle eines subalternen Hofmalers ist ihm zu klein. Trotz seiner legendären Liebschaften, darunter Frida Kahlo, bleibt seine monomanische Hingabe zur Malerei sein Lebensinhalt. Diese Haltung verleiht ihm enorme Kräfte und führt zu Fehden, die sein Werk bis heute umstritten machen. Marnham zeigt in seiner gut recherchierten Biographie die komplexe Persönlichkeit und das Erbe Riveras auf.