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Nachkriegskindheit in Dresden

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Eines schönen Frühsommertages in diesem denkwürdigen Jahr strömte eine gewaltige Menschenmenge brüllend und hier und da ein Transparent zeigend, durch die enge Gasanstaltstraße. „Spitzbart, Bauch und Brille sind nicht des Volkes Wille!“ tönte es herüber. Einige Leute stürmten in die „Gasmesserwerkstatt“ und warfen unter Gejohle Stalinbüsten in den Fabrikhof. „Das ist ja ein richtiger Aufstand.!, dachte ich. Die Masse schwenkte nun in die Winterbergstraße ein und bewegte sich in Richtung Innenstadt. Dort, wo die Liebstädter Straße kreuzt, versuchte ein Bonze mit seinem Opel P4 nach der Bodenbacher Straße hin die Marschkolonne zu queren. Zornige Arbeiter aus dem Demonstrationszug stoppten den Kleinwagen und beschimpften den verängstigten Mann, der in der Eilee vergessen hatte, sein SED-Parteiabzeichen, im Volksmund “Bonbon" genannt, abzuklemmen.

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Nachkriegskindheit in Dresden, Klaus Müller

Langue
Année de publication
2005
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Titre
Nachkriegskindheit in Dresden
Langue
Allemand
Éditeur
Hille
Publié
2005
Format
souple
Pages
170
ISBN10
3932858891
ISBN13
9783932858895
Séries
Description
Eines schönen Frühsommertages in diesem denkwürdigen Jahr strömte eine gewaltige Menschenmenge brüllend und hier und da ein Transparent zeigend, durch die enge Gasanstaltstraße. „Spitzbart, Bauch und Brille sind nicht des Volkes Wille!“ tönte es herüber. Einige Leute stürmten in die „Gasmesserwerkstatt“ und warfen unter Gejohle Stalinbüsten in den Fabrikhof. „Das ist ja ein richtiger Aufstand.!, dachte ich. Die Masse schwenkte nun in die Winterbergstraße ein und bewegte sich in Richtung Innenstadt. Dort, wo die Liebstädter Straße kreuzt, versuchte ein Bonze mit seinem Opel P4 nach der Bodenbacher Straße hin die Marschkolonne zu queren. Zornige Arbeiter aus dem Demonstrationszug stoppten den Kleinwagen und beschimpften den verängstigten Mann, der in der Eilee vergessen hatte, sein SED-Parteiabzeichen, im Volksmund “Bonbon" genannt, abzuklemmen.