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Schweinefuchs und das Schwert der Revolution

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Die bolschewistische Führung karikiert sich selbst. Ein sensationeller Archivfund von historischer Bedeutung zeigt, dass die Mitglieder der KPdSU nicht nur als verbissene Dogmatiker und Bürokraten wahrgenommen werden sollten. Eine Sammlung von Karikaturen aus dem Russischen Staatsarchiv offenbart, wie führende Bolschewiki der 1920er und 30er Jahre sich selbst und ihre Genossen humorvoll darstellten. Diese Zeichnungen bieten einen komischen, grotesken und sarkastischen Kommentar zu Themen, die nicht im Protokoll festgehalten wurden: Machtkämpfe innerhalb der Partei, persönliche Sympathien und Antipathien sowie die Langeweile bei den endlosen Politbürositzungen. Derber Witz und boshafte Charakterporträts sind an der Tagesordnung: Nikolai Bucharin wird als Schweinefuchs, Lew Kamenew als urinierendes Ferkel und Aron Solts als schläfrig dreinblickende Eule dargestellt. 1927 wagte man es sogar, Josef Stalin als 'Unterdrücker und Gendarm der ganzen Partei' zu karikieren. Einige Zeichnungen weisen mit beklemmender Hellsichtigkeit auf die bevorstehenden Jahre des Großen Terrors hin, dem viele der Zeichner und Porträtierten zum Opfer fielen. Kurz nach ihrer Hinrichtung wurden einige Karikaturen von Stalins Handlangern mit sarkastischen Kommentaren unter den Genossen verbreitet, als Druckmittel und Warnung.

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Schweinefuchs und das Schwert der Revolution, Aleksandr Jurʹevic Vatlin

Langue
Année de publication
2007
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Titre
Schweinefuchs und das Schwert der Revolution
Langue
Allemand
Éditeur
Kunstmann
Publié
2007
Format
rigide
Pages
215
ISBN10
3888974895
ISBN13
9783888974892
Séries
Description
Die bolschewistische Führung karikiert sich selbst. Ein sensationeller Archivfund von historischer Bedeutung zeigt, dass die Mitglieder der KPdSU nicht nur als verbissene Dogmatiker und Bürokraten wahrgenommen werden sollten. Eine Sammlung von Karikaturen aus dem Russischen Staatsarchiv offenbart, wie führende Bolschewiki der 1920er und 30er Jahre sich selbst und ihre Genossen humorvoll darstellten. Diese Zeichnungen bieten einen komischen, grotesken und sarkastischen Kommentar zu Themen, die nicht im Protokoll festgehalten wurden: Machtkämpfe innerhalb der Partei, persönliche Sympathien und Antipathien sowie die Langeweile bei den endlosen Politbürositzungen. Derber Witz und boshafte Charakterporträts sind an der Tagesordnung: Nikolai Bucharin wird als Schweinefuchs, Lew Kamenew als urinierendes Ferkel und Aron Solts als schläfrig dreinblickende Eule dargestellt. 1927 wagte man es sogar, Josef Stalin als 'Unterdrücker und Gendarm der ganzen Partei' zu karikieren. Einige Zeichnungen weisen mit beklemmender Hellsichtigkeit auf die bevorstehenden Jahre des Großen Terrors hin, dem viele der Zeichner und Porträtierten zum Opfer fielen. Kurz nach ihrer Hinrichtung wurden einige Karikaturen von Stalins Handlangern mit sarkastischen Kommentaren unter den Genossen verbreitet, als Druckmittel und Warnung.