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Deutsche Kriegsbeteiligung und -verweigerung

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Ziel dieser Untersuchung ist die Analyse der Einflussfaktoren, die in der deutschen Außenpolitik bestimmen, ob sich Deutschland seit der Wiedervereinigung an internationalen Interventionen beteiligt oder nicht. Dies wird anhand der Kriege im Kosovo, Afghanistan, Irak und Libyen demonstriert. Es wird untersucht, ob sich aus den Ergebnissen ein außenpolitisches Gesamtbild ableiten lässt und welche Entscheidungskriterien die beteiligten Bundesregierungen herangezogen haben. Deutschland beteiligte sich einmal ohne (Kosovo) und einmal mit UN-Mandat (Afghanistan) an einem Krieg, während es sich einer Kriegsbeteiligung einmal ohne (Irak) und einmal mit UN-Mandat (Libyen) verweigerte. Eine Kriegsbeteiligung allein auf Grundlage von UN-Mandaten erweist sich als unzureichend. Auch die NATO als Voraussetzung für eine deutsche Kriegsbeteiligung bietet im Fall Libyens kein Erklärungsmuster. Zudem fanden vor den Kriegen jeweils Wahlen statt, die jedoch nicht durchgängig die Entscheidungen beeinflussten. Es bleibt unklar, ob Menschenrechte als Maßstab für die politische Entscheidung gelten, da diese in allen vier Konflikten als Interventionsgründe angeführt wurden. Das Bild der deutschen Außenpolitik ist somit komplex und lässt kaum nachvollziehbare Rückschlüsse auf die Gründe der Kriegsbeteiligung zu. Die Untersuchung zielt darauf ab, mögliche Muster hinter den Entscheidungen zu identifizieren, die Grundlinien deutscher Außen- und Sicherhei

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Deutsche Kriegsbeteiligung und -verweigerung, Nik Milosevic

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2012
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