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Der jüdische Familienhintergrund des Greifswalder Internisten Prof. Dr. Gerhardt Katsch und das Naziregime

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Gerhardt Katsch (1887-1961) war ein international anerkannter Hochschullehrer und Internist, der als Mitbegründer der Diabetologie in Deutschland gilt. Er spielte eine bedeutende Rolle bei der kampflosen Übergabe Greifswalds an die Rote Armee 1945 und war Jubiläumsrektor der Universität während der 500-Jahr-Feier 1956. Wenig bekannt ist, dass Katsch während des Naziregimes einen langen Kampf um seine berufliche Existenz führte, da er aufgrund seiner vermuteten jüdischen Abstammung unter Druck geriet. Das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ von 1933, das den Arierparagraphen beinhaltete, diente als Grundlage für den Entzug seiner Lehrbefugnis. Juden und vermeintliche Juden wurden aus dem öffentlichen Dienst und später aus dem gesamten öffentlichen Leben ausgeschlossen. In der universitären Praxis mussten Beamte den Diensteid auf den Führer leisten und den Ariernachweis erbringen. Einige Dokumente und Überlieferungen aus der Klinik, die Katsch betreffen, sind erhalten geblieben. Bisherige Forschungen konnten die Frage nach seiner jüdischen Abstammung aufgrund unzureichender Belege nicht klären. Die Untersuchung seiner Familiengeschichte hat jedoch ergeben, dass sein Großvater mütterlicherseits, Ferdinand Beutner, als Jude geboren wurde. Dies wirft die Frage auf, wie Katsch trotz dieser Belastung bis zum Ende der Naziherrschaft im Amt bleiben und seine Karriere fortsetzen konnte.

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Der jüdische Familienhintergrund des Greifswalder Internisten Prof. Dr. Gerhardt Katsch und das Naziregime, Günter Ewert

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2014
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