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Kaiser, Senatoren und Gelehrte

Untersuchungen zum spätantiken männlichen Privatporträt

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Ziel dieser Arbeit ist es, die Bildnisrepräsentation der spätantiken Aristokratie zu erfassen, insbesondere die Bedeutung, Facetten und Entwicklungen der Bildnisstilisierungen. Neben einer Analyse des bekannten Materials wird die kulturgeschichtliche Bedeutung der Ehrenstatue und der Porträtstilisierungen untersucht. Im frühen 4. Jahrhundert suchte die spätantike Aristokratie neue Formen der Bildnisrepräsentation, die durch eine realistischere Erscheinung im Vergleich zum kaiserlichen Bildnis die Distanz zum Kaiser betonten. Diese Stilisierungen reflektieren die Werte und Normen des spätantiken Standesbewusstseins. Die Vielfalt der Privatbildnisse des 4. Jahrhunderts zeigt sich in anderen spätantiken Porträtmedien nur eingeschränkt. Innerhalb eines sozialen Umfelds herrschten unterschiedliche Porträtauffassungen vor, wobei individualisierende Bildnisse zunehmend dem rundplastischen Porträt vorbehalten waren. Ehrenstatuen sollten eine individualisierende Aussage besitzen und standen in Konkurrenz zu den Ehrenstatuen der Vergangenheit. Regionale Sonderformen, wie in Ephesos, verdeutlichen die Entwicklung des Privatporträts, das in einer historischen Suche nach Alternativen unterschiedliche Gestaltungsweisen erprobte. Auch retrospektive Porträts aus Athen und Korinth zeigen lokale Geistesgrößen. Das 6. Jahrhundert markiert das Ende der rundplastischen Ehrenstatue, während sich die Funktionen urbaner Strukturen und das Medium des

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Kaiser, Senatoren und Gelehrte, Martin Kovacs

Langue
Année de publication
2014
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Titre
Kaiser, Senatoren und Gelehrte
Sous-titre
Untersuchungen zum spätantiken männlichen Privatporträt
Langue
Allemand
Éditeur
Reichert
Publié
2014
Format
rigide
Pages
304
ISBN10
3895008435
ISBN13
9783895008436
Séries
Description
Ziel dieser Arbeit ist es, die Bildnisrepräsentation der spätantiken Aristokratie zu erfassen, insbesondere die Bedeutung, Facetten und Entwicklungen der Bildnisstilisierungen. Neben einer Analyse des bekannten Materials wird die kulturgeschichtliche Bedeutung der Ehrenstatue und der Porträtstilisierungen untersucht. Im frühen 4. Jahrhundert suchte die spätantike Aristokratie neue Formen der Bildnisrepräsentation, die durch eine realistischere Erscheinung im Vergleich zum kaiserlichen Bildnis die Distanz zum Kaiser betonten. Diese Stilisierungen reflektieren die Werte und Normen des spätantiken Standesbewusstseins. Die Vielfalt der Privatbildnisse des 4. Jahrhunderts zeigt sich in anderen spätantiken Porträtmedien nur eingeschränkt. Innerhalb eines sozialen Umfelds herrschten unterschiedliche Porträtauffassungen vor, wobei individualisierende Bildnisse zunehmend dem rundplastischen Porträt vorbehalten waren. Ehrenstatuen sollten eine individualisierende Aussage besitzen und standen in Konkurrenz zu den Ehrenstatuen der Vergangenheit. Regionale Sonderformen, wie in Ephesos, verdeutlichen die Entwicklung des Privatporträts, das in einer historischen Suche nach Alternativen unterschiedliche Gestaltungsweisen erprobte. Auch retrospektive Porträts aus Athen und Korinth zeigen lokale Geistesgrößen. Das 6. Jahrhundert markiert das Ende der rundplastischen Ehrenstatue, während sich die Funktionen urbaner Strukturen und das Medium des