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Perspektivismus

Neue Beiträge aus der Erkenntnistheorie, Hermeneutik und Ethik

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Die Vorstellung, dass alles eine Frage der Perspektive ist, wird zunehmend hinterfragt. Diese Annahme verdeckt die Unterschiede innerhalb des Perspektivismus. Einerseits kann sie die gebundene Sichtweise je nach Standort beschreiben; andererseits können unterschiedliche Annahmen, Interessen oder Ziele dazu führen, dass ‚derselbe‘ Gegenstand unterschiedlich betrachtet wird. Zudem existieren oft divergente, unvereinbare Überzeugungen darüber, wie in bestimmten Situationen zu handeln ist. Es lassen sich verschiedene Versionen des Perspektivismus unterscheiden: eine epistemische, die die Unhintergehbarkeit der Perspektive betont; eine hermeneutische, die darauf hinweist, dass ein Gegenstand nicht selbst bestimmt, wie er verstanden werden kann; und eine moralische, die den Konflikt zwischen Überzeugungen und Werten thematisiert. Ist es möglich, trotz dieser Differenzen eine einheitliche Perspektive zu formulieren? Könnte dies die Alternative zwischen relativistischen und realistischen Positionen unterlaufen? Zudem stellt sich die Frage, ob das Perspektivische eine Eigenschaft der betrachteten Gegenstände oder unseres Zugriffs auf sie ist. Wo verlaufen die Grenzen des Perspektivismus, und wann endet der pluralistische Ansatz? Gibt es möglicherweise auch positive Aspekte der Perspektivlosigkeit? Beiträge von verschiedenen Autoren beleuchten diese Fragestellungen.

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Perspektivismus, Hartmut von Sass

Langue
Année de publication
2019
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Titre
Perspektivismus
Sous-titre
Neue Beiträge aus der Erkenntnistheorie, Hermeneutik und Ethik
Langue
Allemand
Éditeur
Meiner
Publié
2019
Format
souple
Pages
268
ISBN10
3787335323
ISBN13
9783787335329
Séries
Description
Die Vorstellung, dass alles eine Frage der Perspektive ist, wird zunehmend hinterfragt. Diese Annahme verdeckt die Unterschiede innerhalb des Perspektivismus. Einerseits kann sie die gebundene Sichtweise je nach Standort beschreiben; andererseits können unterschiedliche Annahmen, Interessen oder Ziele dazu führen, dass ‚derselbe‘ Gegenstand unterschiedlich betrachtet wird. Zudem existieren oft divergente, unvereinbare Überzeugungen darüber, wie in bestimmten Situationen zu handeln ist. Es lassen sich verschiedene Versionen des Perspektivismus unterscheiden: eine epistemische, die die Unhintergehbarkeit der Perspektive betont; eine hermeneutische, die darauf hinweist, dass ein Gegenstand nicht selbst bestimmt, wie er verstanden werden kann; und eine moralische, die den Konflikt zwischen Überzeugungen und Werten thematisiert. Ist es möglich, trotz dieser Differenzen eine einheitliche Perspektive zu formulieren? Könnte dies die Alternative zwischen relativistischen und realistischen Positionen unterlaufen? Zudem stellt sich die Frage, ob das Perspektivische eine Eigenschaft der betrachteten Gegenstände oder unseres Zugriffs auf sie ist. Wo verlaufen die Grenzen des Perspektivismus, und wann endet der pluralistische Ansatz? Gibt es möglicherweise auch positive Aspekte der Perspektivlosigkeit? Beiträge von verschiedenen Autoren beleuchten diese Fragestellungen.