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Der fünfte Kanister

106 Collagen und ein Text von Leonhard Hieronymi

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Der Titel des 1827 von Christian Dietrich Grabbe verfassten Theaterstücks könnte auch als Überschrift für die Arbeiten des 1978 in München geborenen und jetzt in Berlin lebenden Hank Schmidt in der Beek dienen. Getreu dem Credo eines berühmten Münchners – »Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.« – schöpft der Künstler mit seinen Collagen auf vergnügliche Weise aus dem visuellen Repertoire der modernen Kunst. Er kombiniert bekannte Motive der Kunstgeschichte mit Comicfiguren und schafft so völlig neue Zusammenhänge. In bester Surrealistentradition holt er die hohe Kunst vom hohen Sockel: Miraculix kocht seinen Zaubertrank in den »Fußlingen« von René Magritte; Tick und Trick schützen sich mit einem Regenschirm vor Jackson Pollocks Farbspritzern; und der Bastelschlumpf hat die Wettermaschine erfunden, die für Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde »Das Eismeer« ursächlich war. Figuren wie Donald, Daisy, Charlie Brown und Snoopy betreten den Tempel der Kunst und unterziehen dessen Inventar einer radikalen semantischen Revision. Mit Schere, Klebstoff und Unverfrorenheit befreit Schmidt die Inkunabeln der modernen Kunst von ihrer historischen Schwere und gibt ihnen die Präsenz und Frische zurück, die sie einst besaßen.

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Der fünfte Kanister, Hank Schmidt in der Beek

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Année de publication
2019
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Titre
Der fünfte Kanister
Sous-titre
106 Collagen und ein Text von Leonhard Hieronymi
Langue
Allemand
Publié
2019
Format
rigide
Pages
140
ISBN10
3922895352
ISBN13
9783922895350
Séries
Description
Der Titel des 1827 von Christian Dietrich Grabbe verfassten Theaterstücks könnte auch als Überschrift für die Arbeiten des 1978 in München geborenen und jetzt in Berlin lebenden Hank Schmidt in der Beek dienen. Getreu dem Credo eines berühmten Münchners – »Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.« – schöpft der Künstler mit seinen Collagen auf vergnügliche Weise aus dem visuellen Repertoire der modernen Kunst. Er kombiniert bekannte Motive der Kunstgeschichte mit Comicfiguren und schafft so völlig neue Zusammenhänge. In bester Surrealistentradition holt er die hohe Kunst vom hohen Sockel: Miraculix kocht seinen Zaubertrank in den »Fußlingen« von René Magritte; Tick und Trick schützen sich mit einem Regenschirm vor Jackson Pollocks Farbspritzern; und der Bastelschlumpf hat die Wettermaschine erfunden, die für Caspar David Friedrichs berühmtes Gemälde »Das Eismeer« ursächlich war. Figuren wie Donald, Daisy, Charlie Brown und Snoopy betreten den Tempel der Kunst und unterziehen dessen Inventar einer radikalen semantischen Revision. Mit Schere, Klebstoff und Unverfrorenheit befreit Schmidt die Inkunabeln der modernen Kunst von ihrer historischen Schwere und gibt ihnen die Präsenz und Frische zurück, die sie einst besaßen.