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Zur Narratologie des Schweigens

Erzählte Erinnerungslücken und Identitätsbrüche in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur

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Wie kann Schweigen als originär sprachliche Figuration der Auslassung erzählt werden? Dieser Frage wird an acht gegenwartsliterarischen Texten nachgegangen, die sich mit negativ konnotierten Schweigeformen im Kontext traumatischer Erfahrungen beschäftigen: (1) Schweigen-Wollen (defensives Schweigen), (2) Schweigen-Sollen (repressives Schweigen), (3) Schweigen-Müssen (überwältigtes Schweigen) und (4) Schweigen-Aushalten. Es wird gezeigt, dass Schweigen als kommunikative Handlung destruktiv auf die Erinnerungs- und Identitätsentwürfe der Figuren und Erzähler wirkt. Gleichzeitig wird es, als narrative Strategie eingesetzt, zu einem produktiven Moment der Strukturierung und Formgebung. Die Arbeit greift auf narratologische Überlegungen zurück und integriert Ansätze aus Linguistik, Gedächtnisforschung, Psychotraumatologie und narrativer Identitätstheorie für die Textinterpretation. In Anlehnung an die Traumaforschung wird eine Aktualisierung der Motivgeschichte des Schweigens vorgenommen.

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Zur Narratologie des Schweigens, Anna Kaufmann

Langue
Année de publication
2023
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Titre
Zur Narratologie des Schweigens
Sous-titre
Erzählte Erinnerungslücken und Identitätsbrüche in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur
Langue
Allemand
Éditeur
V&R unipress
Publié
2023
Format
rigide
Pages
369
ISBN10
3847115200
ISBN13
9783847115205
Séries
Mots clés
Fiction
Description
Wie kann Schweigen als originär sprachliche Figuration der Auslassung erzählt werden? Dieser Frage wird an acht gegenwartsliterarischen Texten nachgegangen, die sich mit negativ konnotierten Schweigeformen im Kontext traumatischer Erfahrungen beschäftigen: (1) Schweigen-Wollen (defensives Schweigen), (2) Schweigen-Sollen (repressives Schweigen), (3) Schweigen-Müssen (überwältigtes Schweigen) und (4) Schweigen-Aushalten. Es wird gezeigt, dass Schweigen als kommunikative Handlung destruktiv auf die Erinnerungs- und Identitätsentwürfe der Figuren und Erzähler wirkt. Gleichzeitig wird es, als narrative Strategie eingesetzt, zu einem produktiven Moment der Strukturierung und Formgebung. Die Arbeit greift auf narratologische Überlegungen zurück und integriert Ansätze aus Linguistik, Gedächtnisforschung, Psychotraumatologie und narrativer Identitätstheorie für die Textinterpretation. In Anlehnung an die Traumaforschung wird eine Aktualisierung der Motivgeschichte des Schweigens vorgenommen.