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Traditio obligat – Variatio delectat

Zur Überlieferungsdynamik altägyptischer Traditionsliteratur

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Das Buch behandelt zentrale Fragen der altägyptischen Textüberlieferung, die oft leicht gestellt, aber schwer zu beantworten sind. Andreas Henning Pries verfolgt einen innovativen Ansatz, der die Dynamik sich verändernder Überlieferungen in den Fokus rückt. Diese Dynamik zeigt sich in der Interaktion der Tradierenden mit dem überlieferten Textgut. Dabei werden die komplexen Wechselbeziehungen zwischen den Fähigkeiten der Schreiber, den Texten selbst, ihrem Umfeld sowie Aspekten von Performanz und Oralität berücksichtigt. Ziel der rezeptionsdynamischen Analysen ist es nicht, den besten oder ältesten Text zu rekonstruieren, sondern zu zeigen, was philologisch möglich ist, wenn man den traditionsgeschichtlichen Stellenwert von Varianten einbezieht. Pries definiert die „Traditionsliteratur“ als gemeinsames Quellen-Corpus, das religiöse, kultische und wissensbezogene Literatur sowie literarische Texte umfasst. Diese umfassende Studie untersucht erstmals die Ägyptologie in diesem Kontext. Zudem bietet das Buch umfangreiche Kapitel zur Einordnung und zum Selbstverständnis der Akteure der Textüberlieferung, zur lokalen Bindung von Traditionsdynamiken, zur Beeinflussung durch das Medium der Schrift und der Materialität der Textträger sowie zu Parametern wie Intertextualität, Interferenz und Kommentar.

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Traditio obligat – Variatio delectat, Andreas H. Pries

Langue
Année de publication
2023
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Titre
Traditio obligat – Variatio delectat
Sous-titre
Zur Überlieferungsdynamik altägyptischer Traditionsliteratur
Langue
Allemand
Éditeur
Harrassowitz
Publié
2023
Format
rigide
Pages
536
ISBN10
3447118873
ISBN13
9783447118873
Séries
Mots clés
Nonfiction, Histoire
Description
Das Buch behandelt zentrale Fragen der altägyptischen Textüberlieferung, die oft leicht gestellt, aber schwer zu beantworten sind. Andreas Henning Pries verfolgt einen innovativen Ansatz, der die Dynamik sich verändernder Überlieferungen in den Fokus rückt. Diese Dynamik zeigt sich in der Interaktion der Tradierenden mit dem überlieferten Textgut. Dabei werden die komplexen Wechselbeziehungen zwischen den Fähigkeiten der Schreiber, den Texten selbst, ihrem Umfeld sowie Aspekten von Performanz und Oralität berücksichtigt. Ziel der rezeptionsdynamischen Analysen ist es nicht, den besten oder ältesten Text zu rekonstruieren, sondern zu zeigen, was philologisch möglich ist, wenn man den traditionsgeschichtlichen Stellenwert von Varianten einbezieht. Pries definiert die „Traditionsliteratur“ als gemeinsames Quellen-Corpus, das religiöse, kultische und wissensbezogene Literatur sowie literarische Texte umfasst. Diese umfassende Studie untersucht erstmals die Ägyptologie in diesem Kontext. Zudem bietet das Buch umfangreiche Kapitel zur Einordnung und zum Selbstverständnis der Akteure der Textüberlieferung, zur lokalen Bindung von Traditionsdynamiken, zur Beeinflussung durch das Medium der Schrift und der Materialität der Textträger sowie zu Parametern wie Intertextualität, Interferenz und Kommentar.