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Der Dichter und der Soziologe

Zum Verhältnis zwischen Theodor Storm und Ferdinand Tönnies

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In seiner Dichtung beschreibt Theodor Storm die untergehende Welt des 19. Jahrhunderts in formschöner Sprache, eine Welt, die noch weitgehend durch gemeinschaftliche Sozialbeziehungen geprägt ist. Von Storm lernte Ferdinand Tönnies in jungen Jahren die Möglichkeiten, die sich ihm durch die Sprache eröffneten, der Welt gedanklich habhaft zu werden. In seiner Soziologie wird dieser Ferdinand Tönnies später die anbrechende Welt des 20. Jahrhunderts in analytischer Schärfe auf den Begriff bringen, eine Welt, die zunehmend durch gesellschaftliche Verhaltensimperative geprägt ist. Von Tönnies wiederum lernte der alternde Storm, sich dieser neuen Wirklichkeit gedanklich zu öffnen. Mag sein, dass der „Schimmelreiter“, sein spätes Schaffenswerk, ein Produkt dieser intensiven Wechselbeziehung zwischen dem Dichter und dem Wissenschaftler ist. Der hier vorgelegte, lange vergriffene Husumer Tagungsband erscheint nunmehr in der dritten Auflage, versehen mit einem neuen Nachwort und ergänzt um Heinrich Meyers Konvolut des Briefwechsels zwischen Storm und Tönnies aus dem Jahr 1940, auf das sich so viele Beiträge in diesem Buch beziehen.

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Der Dichter und der Soziologe, Alexander Deichsel

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Année de publication
2023
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Titre
Der Dichter und der Soziologe
Sous-titre
Zum Verhältnis zwischen Theodor Storm und Ferdinand Tönnies
Langue
Allemand
Éditeur
Profil
Publié
2023
ISBN10
3890197973
ISBN13
9783890197975
Séries
Description
In seiner Dichtung beschreibt Theodor Storm die untergehende Welt des 19. Jahrhunderts in formschöner Sprache, eine Welt, die noch weitgehend durch gemeinschaftliche Sozialbeziehungen geprägt ist. Von Storm lernte Ferdinand Tönnies in jungen Jahren die Möglichkeiten, die sich ihm durch die Sprache eröffneten, der Welt gedanklich habhaft zu werden. In seiner Soziologie wird dieser Ferdinand Tönnies später die anbrechende Welt des 20. Jahrhunderts in analytischer Schärfe auf den Begriff bringen, eine Welt, die zunehmend durch gesellschaftliche Verhaltensimperative geprägt ist. Von Tönnies wiederum lernte der alternde Storm, sich dieser neuen Wirklichkeit gedanklich zu öffnen. Mag sein, dass der „Schimmelreiter“, sein spätes Schaffenswerk, ein Produkt dieser intensiven Wechselbeziehung zwischen dem Dichter und dem Wissenschaftler ist. Der hier vorgelegte, lange vergriffene Husumer Tagungsband erscheint nunmehr in der dritten Auflage, versehen mit einem neuen Nachwort und ergänzt um Heinrich Meyers Konvolut des Briefwechsels zwischen Storm und Tönnies aus dem Jahr 1940, auf das sich so viele Beiträge in diesem Buch beziehen.