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Verschickungskinder

Fürs Leben gezeichnet

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  • 120pages
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Bis in die 1970er-Jahre war die Kinderverschickung für viele Kurorte eine wichtige Einnahmequelle, mit 1200 Heimen in Deutschland. Tausende Kinder erlebten dort in wochenlangen „Kuren“ großes Elend, Verzweiflung und Angst. Die Demütigungen und Gewalt in diesen Einrichtungen führten selten zu Wut oder Widerstand; die Kinder kehrten gebrochen und still zurück. Jaris Bilder verwandeln die „Tanten“ in Drachen und bringen die in Angst lebenden Kinder ins öffentliche Bewusstsein, wo ihnen endlich Solidarität und Mitgefühl zuteilwerden. Es handelt sich um ein lange vergessenes Unrecht, das oft als systematisches Verbrechen betrachtet werden kann. In vielen Heimen waren sogar NS-Verbrecher tätig, und die Erziehungsmethoden waren stark von NS-Ideologien geprägt. Eugenische Ideen von Abhärtung, Gehorsam und harten Strafen dominierten den Umgang mit den Kindern, was die Einrichtungen wie Gefängnisse erscheinen ließ. Die Sichtbarmachung dieser Geschichte stärkt die Betroffenen und ihr Aufstehen, 50 Jahre später, wird zu einem Akt des späten Widerstands, der die Würde aller Menschen betont. Aus hilflosen Kindern werden Erwachsene, die anklagen. Jaris Zeichnungen dokumentieren diesen späten Widerstand gegen eine seelenbrechende Erziehung.

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Verschickungskinder, Jari Banas

Langue
Année de publication
2023
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Titre
Verschickungskinder
Sous-titre
Fürs Leben gezeichnet
Langue
Allemand
Auteurs
Jari Banas
Publié
2023
Format
souple
Pages
120
ISBN10
3897713772
ISBN13
9783897713772
Séries
Mots clés
Nonfiction
Description
Bis in die 1970er-Jahre war die Kinderverschickung für viele Kurorte eine wichtige Einnahmequelle, mit 1200 Heimen in Deutschland. Tausende Kinder erlebten dort in wochenlangen „Kuren“ großes Elend, Verzweiflung und Angst. Die Demütigungen und Gewalt in diesen Einrichtungen führten selten zu Wut oder Widerstand; die Kinder kehrten gebrochen und still zurück. Jaris Bilder verwandeln die „Tanten“ in Drachen und bringen die in Angst lebenden Kinder ins öffentliche Bewusstsein, wo ihnen endlich Solidarität und Mitgefühl zuteilwerden. Es handelt sich um ein lange vergessenes Unrecht, das oft als systematisches Verbrechen betrachtet werden kann. In vielen Heimen waren sogar NS-Verbrecher tätig, und die Erziehungsmethoden waren stark von NS-Ideologien geprägt. Eugenische Ideen von Abhärtung, Gehorsam und harten Strafen dominierten den Umgang mit den Kindern, was die Einrichtungen wie Gefängnisse erscheinen ließ. Die Sichtbarmachung dieser Geschichte stärkt die Betroffenen und ihr Aufstehen, 50 Jahre später, wird zu einem Akt des späten Widerstands, der die Würde aller Menschen betont. Aus hilflosen Kindern werden Erwachsene, die anklagen. Jaris Zeichnungen dokumentieren diesen späten Widerstand gegen eine seelenbrechende Erziehung.