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Der makedonische König und die ägyptischen Priester

Studien zur Geschichte des ptolemaiischen Ägypten

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In der Geschichte vieler Staaten, in denen die Faktoren „Macht“ und „Kult“ in institutioneller Hinsicht nicht zusammengefallen sind, haben sich zwischen diesen beiden Faktoren Beziehungen entwickelt, die weitreichende Folgen gehabt haben. Nach ägyptischer Vorstellung waren beide Größen „theoretisch“ letztlich kongruent. Sie waren dies jedoch nicht faktisch – jedenfalls nicht in dem hier untersuchten Zeitraum, in dem im übrigen zumindest die Gefahr bestand, daß die faktische Polarität beider Faktoren durch die Tatsache der Fremdherrschaft noch vertieft werden würde: auf der einen Seite der makedonische König, auf der anderen die ägyptischen Priester. Obwohl hier eine Grundfrage der Geschichte des ptolemaiischen Ägypten angesprochen zu sein scheint, ist dieser Frage bisher nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil geworden.

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Der makedonische König und die ägyptischen Priester, Werner Huß

Langue
Année de publication
1994
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Titre
Der makedonische König und die ägyptischen Priester
Sous-titre
Studien zur Geschichte des ptolemaiischen Ägypten
Langue
Allemand
Éditeur
Steiner
Publié
1994
Format
souple
ISBN10
3515065024
ISBN13
9783515065023
Séries
Mots clés
Nonfiction, Histoire
Description
In der Geschichte vieler Staaten, in denen die Faktoren „Macht“ und „Kult“ in institutioneller Hinsicht nicht zusammengefallen sind, haben sich zwischen diesen beiden Faktoren Beziehungen entwickelt, die weitreichende Folgen gehabt haben. Nach ägyptischer Vorstellung waren beide Größen „theoretisch“ letztlich kongruent. Sie waren dies jedoch nicht faktisch – jedenfalls nicht in dem hier untersuchten Zeitraum, in dem im übrigen zumindest die Gefahr bestand, daß die faktische Polarität beider Faktoren durch die Tatsache der Fremdherrschaft noch vertieft werden würde: auf der einen Seite der makedonische König, auf der anderen die ägyptischen Priester. Obwohl hier eine Grundfrage der Geschichte des ptolemaiischen Ägypten angesprochen zu sein scheint, ist dieser Frage bisher nicht die gebührende Aufmerksamkeit zuteil geworden.