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Zwischen Anpassung und Konfrontation

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Frauen in der männlich strukturierten Berufswelt müssen höheren Leistungsanforderungen genügen, während sie geringere Aufstiegschancen, Gehalt und Sozialprestige hinnehmen. Gleichzeitig sind sie weiterhin für Familie und Haushalt verantwortlich, ohne Entlastung. Diese Zuschreibungen spiegeln die Machtverhältnisse wider, die durch gegensätzliche Geschlechtscharaktere in Beruf und Familie aufrechterhalten werden. Die psychoanalytische Theorie der Abwehrmechanismen zeigt, dass die Typik des weiblichen Geschlechtscharakters mit der Funktionsweise dieser Mechanismen identisch ist, was das Verständnis ihrer Merkmale und Bedingungen erleichtert. Die Studie postuliert, dass die Polarität von Privat- und Berufsleben sich verändert, wenn die strukturelle Zuordnung zu Geschlechtern aufgehoben wird. Eine Gruppe, die diese Zuordnung in Frage stellt, sind hochqualifizierte Frauen, die durch weibliche Sozialisation Fähigkeiten für die Privatsphäre und durch berufliche Qualifizierung Verantwortung im Berufsleben erlangen. Diese Frauen kritisieren Geschlechterzuschreibungen und vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten. Sie übernehmen männliche Normen nicht als Leitlinien und streben keine Verbindung der durch Geschlechterzuschreibungen konstruierten Identitäten an, sondern entwickeln eine Identität, die auf ihren eigenen Stärken und Orientierungen basiert. Durch die Überwindung von Selbstbeschränkungen gewinnen sie Einsichten und Handlungskompete

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Zwischen Anpassung und Konfrontation, Dorothea Geissler

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1995
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