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Entwicklungsökonomisches Denken in Großbritannien

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Die Entwicklungsökonomie als eigenständige Disziplin entstand während und nach dem Zweiten Weltkrieg, maßgeblich beeinflusst von Wirtschaftswissenschaftlern, die aus dem deutschen Sprachraum sowie Ost- und Südosteuropa vor dem Nationalsozialismus nach Großbritannien flüchteten. Diese Entwicklung wurde durch den Paradigmenwechsel, den die Keynessche Theorie einleitete, sowie durch die heterodoxe Herkunft der Emigranten gefördert. Die Planungserfordernisse der britischen Kriegswirtschaft und die Lobbyarbeit südosteuropäischer Exilregierungen für Entwicklungspläne trugen ebenfalls zur Entstehung der Disziplin bei. Die Arbeit verknüpft diese Themen und bietet ein Tableau des frühen entwicklungsökonomischen Denkens. Im institutionengeschichtlichen Kontext werden die Forschungsbeiträge von H. W. Arndt und P. N. Rosenstein-Rodan sowie bislang unveröffentlichte Arbeiten von F. A. Burchardt, E. F. Schumacher und K. Mandelbaum analysiert. Auch das Forschungsprogramm von D. Mitrany wird in einem dogmenhistorischen Rahmen betrachtet. Diese Studie zeigt exemplarisch die Auswirkungen des durch den Nationalsozialismus verursachten 'brain drain' auf die Entwicklung einer neuen Forschungsdisziplin und beleuchtet die wichtigen intellektuellen Wurzeln der Entwicklungsökonomie.

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Entwicklungsökonomisches Denken in Großbritannien, Hans Ulrich Eßlinger

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1999
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