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Vater

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"Als ich jung war, wollte ich mich für das, was mein Vater erleben mußte, rächen. Aber was ist Rache? Man kann sich nicht rächen, man draf sich nicht rächen. Unfreiheit könnte man mit Freiheit beantworten. Und Lieblosigkeit? Mit Liebe, denke ich." Carl Friedman Carl Freidman erzählt in "Vater" von den fünfziger Jahren in einer niederländischen Kleinstadt, von einer Familie mit drei heranwachsenden Kindern, für die der Zweite Weltkrieg immer noch andauert, denn der Vater "hat Lager", wie andere Menschen Zahnschmerzen oder Fieber haben. "Lager haben", diese sprachliche Wendung hilft den Kindern, das Unbegreifliche zu verstehen, es Außenstehenden zu erklären oder zu entschärfen, was der Vater von seiner Haft im Konzentrationslager erzählt. Ausgelöst von oft harmlosen Fragen der Kinder oder familiären Sorgen, werden seine Geschichten zu einem ständigen Schatten, der über der Familie liegt und manchmal selbst ein harmloses Sonntagsfrühstück zu einer Nervenprobe werden läßt.

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Vater, Carl Friedman

Langue
Année de publication
1993
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Titre
Vater
Langue
Allemand
Éditeur
Ammann
Publié
1993
Format
rigide
Pages
120
ISBN10
3250102040
ISBN13
9783250102045
Séries
Titre original
Tralievader
Évaluation
3,45 sur 5
Description
"Als ich jung war, wollte ich mich für das, was mein Vater erleben mußte, rächen. Aber was ist Rache? Man kann sich nicht rächen, man draf sich nicht rächen. Unfreiheit könnte man mit Freiheit beantworten. Und Lieblosigkeit? Mit Liebe, denke ich." Carl Friedman Carl Freidman erzählt in "Vater" von den fünfziger Jahren in einer niederländischen Kleinstadt, von einer Familie mit drei heranwachsenden Kindern, für die der Zweite Weltkrieg immer noch andauert, denn der Vater "hat Lager", wie andere Menschen Zahnschmerzen oder Fieber haben. "Lager haben", diese sprachliche Wendung hilft den Kindern, das Unbegreifliche zu verstehen, es Außenstehenden zu erklären oder zu entschärfen, was der Vater von seiner Haft im Konzentrationslager erzählt. Ausgelöst von oft harmlosen Fragen der Kinder oder familiären Sorgen, werden seine Geschichten zu einem ständigen Schatten, der über der Familie liegt und manchmal selbst ein harmloses Sonntagsfrühstück zu einer Nervenprobe werden läßt.