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Das Herz europaschwer

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Den Geschichten von deutschen und österreichischen Hitlerflüchtlingen in Südamerika hat Fritz Kalmar zugehört und sie zu einem Panorama von kuriosen, humoristischen und wehmütigen 'Heimwehgeschichten' zusammengesetzt. Sie handeln nicht nur von gescheiterten Lebensplänen im Exil, etwa von Herrn Blatt in Montevideo, seiner Braut Paula in Köln und einer ganz privaten, tragikomischen Arisierung. Auch von den unerfüllbaren Sehnsüchten in der Fremde erzählen sie, etwa in der Geschichte des 'Austrospinners', der auf der Hacienda A. E. I. O. U. im bolivianischen Hochland bei Cochabamba sitzt und zeitlebens auf den Besuch des Kaisers oder eines kaiserlichen Familienmitglieds wartet. Vor allem spiegeln Kalmars Erzählungen Strategien des Überlebens wie jene des Reinhold Specht, der im peruanischen Exil kaum mehr Spanisch erlernt als die Phrase 'Ay, caramba', aber nach der Rückkehr gerade mit diesem kleinen Sprachvorrat bei den Kegelbrüdern in Ernsbach/Württemberg zum Helden avanciert. Fritz Kalmar, nach eigenen Worten selbst 'geübter Heimwehträger', erzählt in seinem Buch von dem, was Exil bedeuten kann: von Beheimatung in der Fremde und imaginierter Heimkehr, von 'übersetzten' Gefühlen und Sprachlosigkeit, von exotischen Zwischenwelten und Praterwiesen am Rio de la Plata, mit einem Wort davon, dass 'zwei halbe Heimaten' nie eine ganze werden.

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Das Herz europaschwer, Fritz Kalmar

Langue
Année de publication
1997
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(rigide),
État du livre
Bon
Prix
1,19 €

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Titre
Das Herz europaschwer
Langue
Allemand
Éditeur
Picus-Verl.
Publié
1997
Format
rigide
Pages
192
ISBN10
3854524056
ISBN13
9783854524052
Séries
Description
Den Geschichten von deutschen und österreichischen Hitlerflüchtlingen in Südamerika hat Fritz Kalmar zugehört und sie zu einem Panorama von kuriosen, humoristischen und wehmütigen 'Heimwehgeschichten' zusammengesetzt. Sie handeln nicht nur von gescheiterten Lebensplänen im Exil, etwa von Herrn Blatt in Montevideo, seiner Braut Paula in Köln und einer ganz privaten, tragikomischen Arisierung. Auch von den unerfüllbaren Sehnsüchten in der Fremde erzählen sie, etwa in der Geschichte des 'Austrospinners', der auf der Hacienda A. E. I. O. U. im bolivianischen Hochland bei Cochabamba sitzt und zeitlebens auf den Besuch des Kaisers oder eines kaiserlichen Familienmitglieds wartet. Vor allem spiegeln Kalmars Erzählungen Strategien des Überlebens wie jene des Reinhold Specht, der im peruanischen Exil kaum mehr Spanisch erlernt als die Phrase 'Ay, caramba', aber nach der Rückkehr gerade mit diesem kleinen Sprachvorrat bei den Kegelbrüdern in Ernsbach/Württemberg zum Helden avanciert. Fritz Kalmar, nach eigenen Worten selbst 'geübter Heimwehträger', erzählt in seinem Buch von dem, was Exil bedeuten kann: von Beheimatung in der Fremde und imaginierter Heimkehr, von 'übersetzten' Gefühlen und Sprachlosigkeit, von exotischen Zwischenwelten und Praterwiesen am Rio de la Plata, mit einem Wort davon, dass 'zwei halbe Heimaten' nie eine ganze werden.