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„Der Schimmelreiter“ beginnt als Geistergeschichte. Ein Reisender findet sich in gefährlich rauem Wetter wieder. Auf einer nahegelegenen Insel erblickt er das Gespenst eines Reiters auf einem weißen Pferd, der im Wind und Regen auftaucht und verschwindet. Im Schutz eines lokalen Gasthauses erwähnt der Reisende die Erscheinung, und der örtliche Schulmeister erzählt eine Geschichte. Es ist eine Erzählung von Ambitionen, von einem jungen Mann, Hauke Heien, der nicht nur einen Namen für sich selbst machen, sondern die Welt neu gestalten will; von Liebe und Familie, während Hauke und seine Frau versuchen, mit der geistigen Behinderung ihres spätgeborenen Kindes umzugehen; und von Politik, während die Gemeinschaft gegen Haukes Initiativen kämpft. Es ist auch eine Geschichte über die Glaubenskrise, das Verlangen nach und das Fehlen der göttlichen Präsenz sowie die Persistenz des Aberglaubens. Es bietet ein ansprechend sachliches Bild des Landlebens, einen erschütternden Einblick in spirituelle Isolation und eine eindringliche Vision der Gewalt der Natur. Schließlich ist es eine Geschichte über die Grundlagen der Zivilisation im Akt des menschlichen Opfers. Vorwegnehmend auf „Herr der Fliegen“ und „Die Lotterie“ ist Theodor Storms Novelle nicht nur die Geistergeschichte, die sie zunächst zu sein scheint, sondern eine prägnante und fesselnde Dramatisierung einiger blutiger Fragen, die die desillusionierte moderne Welt plagen.
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Erläuterungen zu Theodor Storm, Der Schimmelreiter, Gerd Eversberg
- Langue
- Année de publication
- 1998
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- (souple)
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- Titre
- Erläuterungen zu Theodor Storm, Der Schimmelreiter
- Langue
- Allemand
- Auteurs
- Gerd Eversberg
- Éditeur
- Bange
- Publié
- 1998
- Format
- souple
- Pages
- 110
- ISBN10
- 3804404154
- ISBN13
- 9783804404151
- Séries
- Mots clés
- Fiction, Thème historique, Classiques, Littérature allemande, Allemagne, L'école, 19e siècle, Lectures obligatoires
- Description
- „Der Schimmelreiter“ beginnt als Geistergeschichte. Ein Reisender findet sich in gefährlich rauem Wetter wieder. Auf einer nahegelegenen Insel erblickt er das Gespenst eines Reiters auf einem weißen Pferd, der im Wind und Regen auftaucht und verschwindet. Im Schutz eines lokalen Gasthauses erwähnt der Reisende die Erscheinung, und der örtliche Schulmeister erzählt eine Geschichte. Es ist eine Erzählung von Ambitionen, von einem jungen Mann, Hauke Heien, der nicht nur einen Namen für sich selbst machen, sondern die Welt neu gestalten will; von Liebe und Familie, während Hauke und seine Frau versuchen, mit der geistigen Behinderung ihres spätgeborenen Kindes umzugehen; und von Politik, während die Gemeinschaft gegen Haukes Initiativen kämpft. Es ist auch eine Geschichte über die Glaubenskrise, das Verlangen nach und das Fehlen der göttlichen Präsenz sowie die Persistenz des Aberglaubens. Es bietet ein ansprechend sachliches Bild des Landlebens, einen erschütternden Einblick in spirituelle Isolation und eine eindringliche Vision der Gewalt der Natur. Schließlich ist es eine Geschichte über die Grundlagen der Zivilisation im Akt des menschlichen Opfers. Vorwegnehmend auf „Herr der Fliegen“ und „Die Lotterie“ ist Theodor Storms Novelle nicht nur die Geistergeschichte, die sie zunächst zu sein scheint, sondern eine prägnante und fesselnde Dramatisierung einiger blutiger Fragen, die die desillusionierte moderne Welt plagen.


