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Nicht nur zur Weihnachtszeit

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Bölls „Weltkrieg-Zwo-Weihnachtsalbtraum“ ist eine skurrile Weihnachtsgroteske, die in einem wohlhabenden, großbürgerlichen Heim spielt. Tante Milla überwacht das Schmücken des Weihnachtsbaums, der zum Hauptakteur der Geschichte wird. Gläserne Zwerglein schlagen mit kleinen Hämmerchen auf winzige Glöckchen, während ein mechanisches Engelsmonstrum das Wort „Frieden“ in die Stube krächzt. Doch der Erste Weltkrieg hat begonnen, und die nächtlichen Bombenangriffe bringen die festliche Stimmung ins Wanken. Onkel Franz beschließt, Weihnachten während der Kriegsjahre ohne Baum zu verbringen, was auch Tante Millas Lebenswillen beeinträchtigt. Der Erzähler, Franz-Josef Antwerpes, bringt mit seinem rheinischen Singsang und schlitzohriger Treuherzigkeit den kölschen Böll-Sound in die Erzählung. Die eigentliche Katastrophe entfaltet sich nach dem Krieg: Weihnachten 1945 steht der Baum wieder, doch als Onkel Franz ihn am Dreikönigstag entsorgen will, verfällt Tante Milla in einen wochenlangen Schreikrampf. Neurologen und sogar ein Exorzist werden konsultiert, bis Onkel Franz eine erlösende Idee hat. Während die Familie unaufhaltsam dem Zerfall und Wahnsinn entgegengeht, hämmern die Zwerge weiter.

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Nicht nur zur Weihnachtszeit, Heinrich Böll

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1990
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Langue
Allemand
Publié
1990
Format
souple
Pages
206
ISBN10
3423025751
ISBN13
9783423025751
Séries
Titre original
Nicht nur zur Weihnachtszeit
Évaluation
3,95 sur 5
Description
Bölls „Weltkrieg-Zwo-Weihnachtsalbtraum“ ist eine skurrile Weihnachtsgroteske, die in einem wohlhabenden, großbürgerlichen Heim spielt. Tante Milla überwacht das Schmücken des Weihnachtsbaums, der zum Hauptakteur der Geschichte wird. Gläserne Zwerglein schlagen mit kleinen Hämmerchen auf winzige Glöckchen, während ein mechanisches Engelsmonstrum das Wort „Frieden“ in die Stube krächzt. Doch der Erste Weltkrieg hat begonnen, und die nächtlichen Bombenangriffe bringen die festliche Stimmung ins Wanken. Onkel Franz beschließt, Weihnachten während der Kriegsjahre ohne Baum zu verbringen, was auch Tante Millas Lebenswillen beeinträchtigt. Der Erzähler, Franz-Josef Antwerpes, bringt mit seinem rheinischen Singsang und schlitzohriger Treuherzigkeit den kölschen Böll-Sound in die Erzählung. Die eigentliche Katastrophe entfaltet sich nach dem Krieg: Weihnachten 1945 steht der Baum wieder, doch als Onkel Franz ihn am Dreikönigstag entsorgen will, verfällt Tante Milla in einen wochenlangen Schreikrampf. Neurologen und sogar ein Exorzist werden konsultiert, bis Onkel Franz eine erlösende Idee hat. Während die Familie unaufhaltsam dem Zerfall und Wahnsinn entgegengeht, hämmern die Zwerge weiter.