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Schauspiele. Zwischenspiele

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Noch beliebter zu seiner Zeit als Don Quijote, überraschen, fordern heraus und erfreuen Cervantes' beispielhafte Geschichten (1613). Sie reichen von picaresken bis satirischen Erzählungen und widersprechen den Konventionen der heroischen Ritterliteratur durch eine Kombination aus komischer Ironie, moralischer Ambivalenz, Realismus und purer Heiterkeit. Mit scharfer Erzählkunst und geschickter Charakterisierung, die auf umgangssprachlicher Sprache und Farce basieren, schafft Cervantes eine Spannung zwischen dem Alltäglichen und dem Literarischen, dem Plausiblen und dem Unwahrscheinlichen. Während er uns ermutigt, unsere eigenen moralischen Schlussfolgerungen zu ziehen, überzeugt er uns auch, das Zufällige zu akzeptieren; zwei Jungen leben ihr Leben im Verbrechen zur Zeit des öffentlichen Gebets; ein junger Edelmann durchläuft auf Geheiß nicht einer Prinzessin, sondern eines einfachen Zigeunermädchens einen Identitätswechsel, und, am fantastischen, philosophieren sprechende Hunde in einer Station voller Syphilitiker. Indem er das Außergewöhnliche in den Kontext des Gewöhnlichen stellt, erschließen die beispielhaften Geschichten neues romanhafte Terrain und zeigen Cervantes in seiner einfallsreichsten und innovativsten Form.

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Schauspiele. Zwischenspiele, Miguel de Cervantes Saavedra

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Langue
Allemand
Format
rigide
Séries
Mots clés
Fiction, Poésie
Description
Noch beliebter zu seiner Zeit als Don Quijote, überraschen, fordern heraus und erfreuen Cervantes' beispielhafte Geschichten (1613). Sie reichen von picaresken bis satirischen Erzählungen und widersprechen den Konventionen der heroischen Ritterliteratur durch eine Kombination aus komischer Ironie, moralischer Ambivalenz, Realismus und purer Heiterkeit. Mit scharfer Erzählkunst und geschickter Charakterisierung, die auf umgangssprachlicher Sprache und Farce basieren, schafft Cervantes eine Spannung zwischen dem Alltäglichen und dem Literarischen, dem Plausiblen und dem Unwahrscheinlichen. Während er uns ermutigt, unsere eigenen moralischen Schlussfolgerungen zu ziehen, überzeugt er uns auch, das Zufällige zu akzeptieren; zwei Jungen leben ihr Leben im Verbrechen zur Zeit des öffentlichen Gebets; ein junger Edelmann durchläuft auf Geheiß nicht einer Prinzessin, sondern eines einfachen Zigeunermädchens einen Identitätswechsel, und, am fantastischen, philosophieren sprechende Hunde in einer Station voller Syphilitiker. Indem er das Außergewöhnliche in den Kontext des Gewöhnlichen stellt, erschließen die beispielhaften Geschichten neues romanhafte Terrain und zeigen Cervantes in seiner einfallsreichsten und innovativsten Form.