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Paradoxe der Parrhesie

Eine antike Wortgeschichte

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Hartmut Leppin unternimmt den Versuch, die Geschichte des griechischen Wortes parrhesia , oft als Freimut ubersetzt, von seinem Beginn in der attischen Demokratie bis zur christlichen Spatantike zu verfolgen. Er berucksichtigt dabei auch nicht-klassische Sprachen wie Syrisch, Koptisch und Hebraisch, um die intellektuelle Verflechtung in der antiken Mittelmeerwelt zu verdeutlichen. Es zeigt sich, dass dem Wort ein grosser Geltungsanspruch innewohnte, dass dieser sich aber in unterschiedlichen kulturellen Kontexten hochst unterschiedlich ausnahm. Daher werden verschiedene Adressaten betrachtet: Mitburger, Vertraute, Machtige und Gott. In Auseinandersetzung mit der modernen Forschung, die stark von Michel Foucault beeinflusst ist, macht Hartmut Leppin deutlich, dass die Parrhesie zwar eine kritische Tonlage wahlte, aber in einem hohen Masse dazu beitrug, das jene, die sich ihrer bedienten ihr Gesicht wahren konnten.

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Paradoxe der Parrhesie, Hartmut Leppin

Langue
Année de publication
2022
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Titre
Paradoxe der Parrhesie
Sous-titre
Eine antike Wortgeschichte
Langue
Allemand
Éditeur
Mohr Siebeck
Publié
2022
Format
souple
Pages
271
ISBN10
3161575504
ISBN13
9783161575501
Séries
Description
Hartmut Leppin unternimmt den Versuch, die Geschichte des griechischen Wortes parrhesia , oft als Freimut ubersetzt, von seinem Beginn in der attischen Demokratie bis zur christlichen Spatantike zu verfolgen. Er berucksichtigt dabei auch nicht-klassische Sprachen wie Syrisch, Koptisch und Hebraisch, um die intellektuelle Verflechtung in der antiken Mittelmeerwelt zu verdeutlichen. Es zeigt sich, dass dem Wort ein grosser Geltungsanspruch innewohnte, dass dieser sich aber in unterschiedlichen kulturellen Kontexten hochst unterschiedlich ausnahm. Daher werden verschiedene Adressaten betrachtet: Mitburger, Vertraute, Machtige und Gott. In Auseinandersetzung mit der modernen Forschung, die stark von Michel Foucault beeinflusst ist, macht Hartmut Leppin deutlich, dass die Parrhesie zwar eine kritische Tonlage wahlte, aber in einem hohen Masse dazu beitrug, das jene, die sich ihrer bedienten ihr Gesicht wahren konnten.