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Protest gegen Knechtschaft und Not

Historisches aus (Ober-)Schwaben in Brennpunkten dreier Jahrhunderte

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Die Geschichte war über Jahrhunderte von Not- und Bedrückungszeiten geprägt, die Menschen dazu anregten, für Veränderungen zu kämpfen. Unterdrückung, Hunger, Krieg und Besatzung führten oft dazu, dass Menschen ihre Existenz riskierten, um für eine bessere Gesellschaft einzutreten. Besonders während der Reformation und des Bauernkriegs zeigte sich in Schwaben der Mut, sich für das Gemeinwohl einzusetzen. Protest bedeutet, öffentlich für notwendige Veränderungen einzutreten und sich hinter eine gemeinsame Sache zu stellen. Im Jahr 1525 war persönlicher Einsatz gefragt, während im Notjahr 1816/17 die Menschen erfinderisch gegen Hunger ankämpfen und für solidarisches Teilen eintreten mussten. Auch in der Kriegs- und Nachkriegszeit waren Leidensfähigkeit und Verzicht notwendig, und viele Menschen erhoben sich gegen Demütigung und Ungerechtigkeit. Bürger, Mütter, Bauern, Krankenschwestern sowie Lokalpolitiker, Pfarrer und Ärzte trugen aktiv zur Linderung der Not bei. Der Blick auf den oft unspektakulären Einsatz vieler Menschen in Krisenzeiten zeigt, wie sie über sich hinauswuchsen. In südlichem Schwaben entwickelte sich eine Lebensart des Aktivseins, der Willensstärke und der Beharrlichkeit, geprägt von den Herausforderungen der Geschichte.

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Protest gegen Knechtschaft und Not, Dieter Widmann

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2021
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