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Leeres Land

Niemandsländer in der Literatur

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Wem gehören Niemandsländer? Die Debatte um Eigentum an Grund und Boden vereint seit der Antike theologische, philosophische, juristische und soziologische Argumente. In der Literatur reflektieren Niemandsländer Machtverhältnisse, Besitzlegitimation, Autonomie und Zugehörigkeit. Diese Räume sind durch begrenzte Staatlichkeit gekennzeichnet und oft schwach reguliert. Sie werden von manchen als gefährlich, von anderen als eroberbar betrachtet. Verlassene Gegenden, Stadtbrachen und verwilderte Gärten gelten als faszinierende Orte, die sowohl Risiko als auch Neugierde wecken. Sie ziehen Flaneure, spielende Kinder, Verliebte, Dealer, Diebe, Künstler und Phantasten an und ermöglichen das vorübergehende Aussetzen alltäglicher Regeln. Im ersten Teil des Buches skizziert Dorothee Kimmich das kulturtheoretische Feld, in dem Eigentumstheorien, Kolonialgeschichte, Pufferzonen und Freiräume behandelt werden. Der zweite Teil analysiert literarische Texte von Autoren wie Goethe, Kafka und Achebe, die die komplexen Verhältnisse um Grund und Boden in Narrative von Heimat, Zugehörigkeit, Imagination und Gefangenschaft übersetzen. Diese Erzählungen gestalten den prekären Status und die widersprüchlichen Gefühle, die mit Niemandsland verbunden sind.

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Leeres Land, Dorothee Kimmich

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2021
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