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Klassik und Klassizismen in römischer Kaiserzeit und italienischer Renaissance

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So positiv das Etikett 'Klassik' und 'Klassiker' besetzt ist, so abschreckend wirkt das des 'Klassizismus', scheint es doch Epigonalitat und uninspirierte Regelfixiertheit zu signalisieren. Ein Blick auf zwei den beiden Begriffen besonders affine Epochen aber zeigt, das 'Klassik' und 'Klassizismus' keine Oppositionen, sondern dialektisch-dynamisch verbundene Kategorien kunstlerisch-literarischer Selbst- und Fremdzuschreibungen sind: Die Romische Kaiserzeit, deren literarisches Schaffen der sogenannten augusteischen Klassik stark verpflichtet ist, und das italienische sechzehnte Jahrhundert, in dem die pluralen Bezugnahmen der italienischen Renaissance auf die Antike systematisiert, poetologisch reflektiert und die Isolierung des Prinzips der Imitatio auch auf volkssprachliche Texte selbst ubertragbar werden. Beide Epochen bilden nicht nur je eigene Klassiken und Klassizismen aus, sie zeigen auch, wie uber Jahrhunderte hinweg Autoritatssetzungen durch historische Ruckbezuge funktionieren, zugleich aber neue Klassiker jenseits historischer Modellbildung entstehen konnen.

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Klassik und Klassizismen in römischer Kaiserzeit und italienischer Renaissance, Marc Föcking

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2020
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Titre
Klassik und Klassizismen in römischer Kaiserzeit und italienischer Renaissance
Langue
Allemand
Publié
2020
Format
souple
Pages
325
ISBN10
3515128344
ISBN13
9783515128346
Séries
Description
So positiv das Etikett 'Klassik' und 'Klassiker' besetzt ist, so abschreckend wirkt das des 'Klassizismus', scheint es doch Epigonalitat und uninspirierte Regelfixiertheit zu signalisieren. Ein Blick auf zwei den beiden Begriffen besonders affine Epochen aber zeigt, das 'Klassik' und 'Klassizismus' keine Oppositionen, sondern dialektisch-dynamisch verbundene Kategorien kunstlerisch-literarischer Selbst- und Fremdzuschreibungen sind: Die Romische Kaiserzeit, deren literarisches Schaffen der sogenannten augusteischen Klassik stark verpflichtet ist, und das italienische sechzehnte Jahrhundert, in dem die pluralen Bezugnahmen der italienischen Renaissance auf die Antike systematisiert, poetologisch reflektiert und die Isolierung des Prinzips der Imitatio auch auf volkssprachliche Texte selbst ubertragbar werden. Beide Epochen bilden nicht nur je eigene Klassiken und Klassizismen aus, sie zeigen auch, wie uber Jahrhunderte hinweg Autoritatssetzungen durch historische Ruckbezuge funktionieren, zugleich aber neue Klassiker jenseits historischer Modellbildung entstehen konnen.