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Morgen um Neun

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Mit ihren Romanen, Kurzgeschichten und Betrachtungen hatte Gina Kaus, geboren 1893 in Wien, beträchtlichen Erfolg – ihr Werk fiel unter den Nationalsozialisten jedoch in die Rubrik der ‚dekadenten Literatur’. Die Emanzipation vor allem der sexuellen Beziehungen galt im ‚Dritten Reich’ als schlechterdings unmoralisch. Die Handlung des 1932 erschienenen Romans "Morgen um Neun" führt die Protagonisten, das Ehepaar Kupferschmidt, erst auseinander, dann lange nebeneinander her, und schließlich wieder zusammen. Sämtliche Aktionen stehen unter dem Diktat des verabredeten Scheidungstermins am nächsten Morgen um Neun – nur dass die ständig anvisierte Scheidung am Ende entbehrlich wird. Erst als sich das Paar trennen will, beginnt es, sich ernsthaft miteinander zu beschäftigen. „Sie hatten fürs erste keinen anderen Grund für ihren Wunsch nach Scheidung anzugeben gewußt als ‚unüberwindliche Abneigung’ – eine Formel, die sie wohl mehrfach gehört hatten und von der sie glaubten, daß sie für die Trennung einer Ehe genüge. (…) ‚Das ist eben so gekommen, niemand weiß wie. Eines Tages fragt man sich: wozu sitzen wir eigentlich am selben Tisch? Und dann ist man soweit.’“

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Morgen um Neun, Gina Kaus

Langue
Année de publication
2008
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4,0
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Titre
Morgen um Neun
Langue
Allemand
Auteurs
Gina Kaus
Publié
2008
Format
rigide
Pages
319
ISBN10
3487136147
ISBN13
9783487136141
Séries
Évaluation
4 sur 5
Description
Mit ihren Romanen, Kurzgeschichten und Betrachtungen hatte Gina Kaus, geboren 1893 in Wien, beträchtlichen Erfolg – ihr Werk fiel unter den Nationalsozialisten jedoch in die Rubrik der ‚dekadenten Literatur’. Die Emanzipation vor allem der sexuellen Beziehungen galt im ‚Dritten Reich’ als schlechterdings unmoralisch. Die Handlung des 1932 erschienenen Romans "Morgen um Neun" führt die Protagonisten, das Ehepaar Kupferschmidt, erst auseinander, dann lange nebeneinander her, und schließlich wieder zusammen. Sämtliche Aktionen stehen unter dem Diktat des verabredeten Scheidungstermins am nächsten Morgen um Neun – nur dass die ständig anvisierte Scheidung am Ende entbehrlich wird. Erst als sich das Paar trennen will, beginnt es, sich ernsthaft miteinander zu beschäftigen. „Sie hatten fürs erste keinen anderen Grund für ihren Wunsch nach Scheidung anzugeben gewußt als ‚unüberwindliche Abneigung’ – eine Formel, die sie wohl mehrfach gehört hatten und von der sie glaubten, daß sie für die Trennung einer Ehe genüge. (…) ‚Das ist eben so gekommen, niemand weiß wie. Eines Tages fragt man sich: wozu sitzen wir eigentlich am selben Tisch? Und dann ist man soweit.’“