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Welchen König der Gott über die Könige mit einweihendem Blick, als er geboren ward, vom Olympus her sah, wird ein Menschenfreund und des Vaterlands Vater sein. Ihm winkt schimmernder Ruhm und Unsterblichkeit, teuer erkauft durch das Blut blühender Jünglinge und die Tränen von Müttern und Bräuten. Niemals weint er um den Eroberer, dessen Gleichheit ihm zu klein ist. Schon als sein menschliches Herz zu fühlen begann, war der Eroberer für den Göttlichen viel zu gering. Thränen nach einem erhabenen Ruhm, der keiner Höflings Gunst bedarf, weckten den Jüngling oft in der Mitternacht, wenn der Säugling in den Armen hoffender Mütter schlief. Er sinnt nach, wie es ist, Gott nachzuahmen und selbst Schöpfer des Glücks vieler Tausend zu sein. Eilig hat er die Höh’ erreicht und entschließt sich, wie Gott zu sein. Er wägt seine Taten, die sein Leben prägen sollen, und belohnt redliche Taten. Sein Blick lächelt auf die, die der Muse sich weihen, welche das Herz tugendhafter und edler macht. Durch sein Muster gereizt, lernt es Unsterblichkeit, denn er wandelt allein, ohne der Muse Lied, auf dem Weg zur Unsterblichkeit. Die Du von dem Olymp Gott, den Messias, singst, hebe dich zu den Höhen, wo das heilige Lob jener Monarchen tönt.

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Der Messias, Friedrich Gottlieb Klopstock

Langue
Année de publication
1876
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Titre
Der Messias
Langue
Allemand
Éditeur
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Publié
1876
Séries
Description
Welchen König der Gott über die Könige mit einweihendem Blick, als er geboren ward, vom Olympus her sah, wird ein Menschenfreund und des Vaterlands Vater sein. Ihm winkt schimmernder Ruhm und Unsterblichkeit, teuer erkauft durch das Blut blühender Jünglinge und die Tränen von Müttern und Bräuten. Niemals weint er um den Eroberer, dessen Gleichheit ihm zu klein ist. Schon als sein menschliches Herz zu fühlen begann, war der Eroberer für den Göttlichen viel zu gering. Thränen nach einem erhabenen Ruhm, der keiner Höflings Gunst bedarf, weckten den Jüngling oft in der Mitternacht, wenn der Säugling in den Armen hoffender Mütter schlief. Er sinnt nach, wie es ist, Gott nachzuahmen und selbst Schöpfer des Glücks vieler Tausend zu sein. Eilig hat er die Höh’ erreicht und entschließt sich, wie Gott zu sein. Er wägt seine Taten, die sein Leben prägen sollen, und belohnt redliche Taten. Sein Blick lächelt auf die, die der Muse sich weihen, welche das Herz tugendhafter und edler macht. Durch sein Muster gereizt, lernt es Unsterblichkeit, denn er wandelt allein, ohne der Muse Lied, auf dem Weg zur Unsterblichkeit. Die Du von dem Olymp Gott, den Messias, singst, hebe dich zu den Höhen, wo das heilige Lob jener Monarchen tönt.