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Beowulf global

Konstruktionen historisch-kultureller Verflechtungen im altenglischen Epos

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Das altenglische Epos beschreibt eine archaische Welt, die auf den ersten Blick als homogen erscheint, sich jedoch bei genauerer Betrachtung als Ergebnis komplexer literarischer Strategien offenbart. Das scheinbar nahtlose heroische Universum des Textes ist ein kunstvoll konstruiertes Gebilde, das ästhetische Mittel nutzt, um tiefgehende Reflexionen über transkulturelle Verflechtungen und historische Alterität anzustellen. Diese Studie widmet sich dem impliziten Konzept von Globalität, das im Werk entsteht, und zeigt, wie es performativ entworfen wird. Die kulturell homogene Welt der Nord- und Ostsee, bevölkert von altskandinavischen Völkern, wird ebenso aufwendig dekonstruiert. Diese Dekonstruktion geschieht durch archäologische und ekphrastische Topoi und Metaphern, die ferne Vergangenheiten und kulturelle Andersartigkeit in die scheinbar einfachen Kriegergesellschaften einführen. Eine zentrale Rolle spielt die Schlangen- und Drachenornamentik, die kunstvolle Artefakte aus entfernten Kulturen ziert. Diese spezielle Globalität wird vor allem über archäologische Objekte konzeptualisiert und besitzt eine eigene zeitliche Dimension. Die These besagt, dass transkulturelle Verflechtungen im Werk immer auch zeitliche Verflechtungen sind, wodurch Globalität eine Vernetzung mit fremden Kulturen und anderen Zeiten bedeutet.

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Beowulf global, Andrew James Johnston

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2021
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