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Zwei Glaubensweisen

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Martin Buber (1878–1964) begann diesen siebzehnteiligen Essay während des Bürgerkriegs 1948 in Jerusalem. Vorausgegangen waren Jahre der Forschung und Reflexion über den Glauben, die Erlösung und den Messias im Judentum und Christentum. Er untersucht die Unterschiede in der Beziehung der Gläubigen zu Gott und deren Auswirkungen auf das intellektuelle Verständnis des Glaubens sowie auf das tägliche Leben. Eine besondere Herausforderung ist die Paulus-Reinterpretation des Glaubens im Vergleich zum traditionellen Verständnis, insbesondere von den Pharisäern, mit denen Jesus in den Evangelien polemisiert. Der erste Weg ist der Glaube, der mit Objektivierung arbeitet („Glaube, dass“). Der zweite Weg ist das „Vertrauen zu“, das auf der persönlichen Beziehung des Gläubigen zu seinem lebendigen Gegenüber basiert. Diese beiden Wege, die der griechischen pistis und der hebräischen emuna näher sind, finden sich in beiden Konfessionen und überwiegen in verschiedenen historischen Phasen. Propheten, Jesus und andere Einzelne stehen immer an einem kritischen Punkt, der Neubewertung und Authentizität erfordert. Buber betont, dass diese beiden Typen nicht gegeneinander stehen müssen, da sie sich gegenseitig benötigen und ergänzen.

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Zwei Glaubensweisen, Martin Buber

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