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Weltmacht USA : ein Nachruf

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Aggressiv und unberechenbar verhalten sich die USA laut dem französischen Sozialwissenschaftler Emmanuel Todd. Er argumentiert, dass die Amerikaner als einzige verbliebene Supermacht nicht zu stark, sondern im Niedergang begriffen sind. Todd sieht die Ursache für den Wandel von einem „internationalen Ordnungsfaktor“ zu einem „Unruhestifter“ in der schwindenden Kontrolle der USA über die Welt. Er untermauert seine provokante These mit Beobachtungen, wie dem enormen Handelsbilanzdefizit, das die wirtschaftliche Abhängigkeit der USA vom Ausland verdeutlicht. Politisch seien sie nach dem Kalten Krieg nicht mehr als Schutzmacht gegen den Kommunismus gefragt. Diese Unsicherheit führe zu einem „theatralischen Militarismus“, bei dem Washington durch Angriffe auf schwache Gegner wie Afghanistan und den Irak Stärke demonstrieren wolle, die es nicht mehr besitze. Todd betont, dass er sich nicht zum Lager der Antiamerikaner zählt und versucht, seine Argumente wissenschaftlich zu untermauern, obwohl sie manchmal holzschnittartig wirken. Er stilisiert die USA zwischen 1950 und 1990 zum „gütigen Hegemon“ und behauptet, sie hätten das „Lager der Gerechten“ verlassen. Während seine Thesen provozieren, bleibt die Frage des weltweiten Terrorismus komplex und nicht allein Washington zuzuschreiben. Todds Buch ist ein lesenswerter Beitrag zu einer wichtigen Debatte.

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Weltmacht USA : ein Nachruf, Emmanuel Todd

Langue
Année de publication
2003
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(souple),
État du livre
Abîmé
Prix
5,73 €

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3,7
Très bien
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Langue
Allemand
Éditeur
Piper
Publié
2003
Format
souple
Pages
264
ISBN10
3492045359
ISBN13
9783492045353
Séries
Première publication
2002
Titre original
Après lEmpire : essai sur la décomposition du système americain
Évaluation
3,65 sur 5
Description
Aggressiv und unberechenbar verhalten sich die USA laut dem französischen Sozialwissenschaftler Emmanuel Todd. Er argumentiert, dass die Amerikaner als einzige verbliebene Supermacht nicht zu stark, sondern im Niedergang begriffen sind. Todd sieht die Ursache für den Wandel von einem „internationalen Ordnungsfaktor“ zu einem „Unruhestifter“ in der schwindenden Kontrolle der USA über die Welt. Er untermauert seine provokante These mit Beobachtungen, wie dem enormen Handelsbilanzdefizit, das die wirtschaftliche Abhängigkeit der USA vom Ausland verdeutlicht. Politisch seien sie nach dem Kalten Krieg nicht mehr als Schutzmacht gegen den Kommunismus gefragt. Diese Unsicherheit führe zu einem „theatralischen Militarismus“, bei dem Washington durch Angriffe auf schwache Gegner wie Afghanistan und den Irak Stärke demonstrieren wolle, die es nicht mehr besitze. Todd betont, dass er sich nicht zum Lager der Antiamerikaner zählt und versucht, seine Argumente wissenschaftlich zu untermauern, obwohl sie manchmal holzschnittartig wirken. Er stilisiert die USA zwischen 1950 und 1990 zum „gütigen Hegemon“ und behauptet, sie hätten das „Lager der Gerechten“ verlassen. Während seine Thesen provozieren, bleibt die Frage des weltweiten Terrorismus komplex und nicht allein Washington zuzuschreiben. Todds Buch ist ein lesenswerter Beitrag zu einer wichtigen Debatte.