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Die Buchenwipfel schauerten im Morgenwind, während eine scharfe Kühle aus den schattigen Gründen emporstieg. Der Bergbach sprang schäumend die Felsenwand hinab und übersprudelte das glattgewaschene Gestein. Der alte Herr von Kosegarten schlug den Kragen seiner Joppe hoch, nahm den Stock unter den Arm und vergrub die Hände in den Taschen, da ihm kalt war, trotz der glitzernden Sonne über den Bergen. Neben ihm stand der Förster mit einem dicken Notizbuch in der Hand und machte sich mit einem kurzen Bleistiftstummel Notizen. Aus dem Wald klang der Axthieb der Holzfäller. „Aufgeforstet mußte doch mal werden,“ brummte der Beamte in seinen Schnauzbart. „Warum schließlich das Lamento? Was sein muß, muß sein!“ schimpfte der alte Herr. „Hundertjährig können die Bäume freilich nicht gleich wieder werden.“ Der Förster murrte verdrießlich. Die beiden Männer schritten durch die Säulenhalle der silbernen Stämme, die ihnen gut bekannt waren. Jeder Baum trug das rote Merkzeichen des Forstbeamten, das ihn dem Tod weihte: die mächtigen Riesen, die majestätisch in die Höhe wuchsen und ihre weitgreifenden Kronen trugen.
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Der Amerikaner, Gabriel Reuter
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