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Untreue und Transparenz.

Eine Intervention zur Prozeduralisierung der lex lata (§ 266 StGB).

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Die Arbeit präsentiert eine Intervention zur Prozeduralisierung des Untreuetatbestands (§ 266 StGB) mit dem Fokus auf Transparenz. Durch historische, kriminologische und systemtheoretische Analysen sowie die Systematisierung der Kritik an der Untreue entwickelt der Autor ein neues Konzept für ein prozedurales Untreuestrafrecht, das als Modell für die Prozeduralisierung anderer Wirtschaftsstraftaten dienen soll. Der Vorschlag zur Prozeduralisierung der Untreue hängt davon ab, ob transparent oder intransparent gehandelt wurde, mit dem „Siemens-Urteil“ des BGH als Ausgangspunkt. Der Autor untersucht, warum die Nichtaufdeckung einer schwarzen Kasse als vollendete Untreue gewertet werden kann und weist einen Zusammenhang zwischen Untreue und Intransparenz nach. Es folgt eine Analyse des Untreuetatbestands hinsichtlich prozeduraler Elemente basierend auf höchstrichterlichen Entscheidungen, insbesondere zu Risikogeschäften. Das Fazit zeigt, dass die Kritik an der Untreue oft eine Kritik an der unzureichenden prozeduralen Handhabung darstellt. Ein Alternativkonzept wird vorgestellt, das den Untreuetatbestand anhand der Transparenz prozeduralisiert. Die Arbeit zielt darauf ab, als Vorbild für die Prozeduralisierung weiterer Delikte im Wirtschaftsstrafrecht zu fungieren.

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Untreue und Transparenz., Dominik Stefan Waldvogel

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2020
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