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Die verletzte Republik

Erzählte Gewalt im Frankreich des 21. Jahrhunderts

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Die Studie untersucht den Beitrag erzählender Literatur zu einem Dialog über Gewaltformen in der französischen Gesellschaft zu Beginn des 21. Jahrhunderts. Unter Verwendung von Bourdieu'schen Konzepten der Literatursoziologie wird die Perspektive auf erzählte Gewalt diskutiert, die für ein sozialwissenschaftlich relevantes Verständnis notwendig ist. Das untersuchte Textkorpus umfasst vielrezipierte Erzähltexte des literarischen Feldes in Frankreich, die überwiegend in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts veröffentlicht wurden. Anhand theoretischer Überlegungen zu den Grenzen und Möglichkeiten einer feldsoziologischen Betrachtung der zeitgenössischen Literatur wird konkret analysiert, wie und warum französische Autoren über verschiedene Gewaltformen berichten. Dazu zählen das Erinnern an die historischen Gewalttraumata des 20. Jahrhunderts, der Terrorismus des 21. Jahrhunderts, sowie aktuelle Themen wie Rassismus, Klassismus, Femizide, Homophobie und die Situation von „Abgehängten“ in ländlichen Regionen und städtischen Zentren. Auch Arbeitslosigkeit und Armut in Frankreich werden thematisiert. Ziel ist es, eine komplementäre Perspektive der Literaturwissenschaft zur soziologischen und historischen Gewaltforschung zu eröffnen, um den gesellschaftlichen Raum unseres europäischen Nachbarn besser zu verstehen.

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Die verletzte Republik, Markus Alexander Lenz

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2022
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