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Es war Frühling geworden. Lange hatte die Newa geduldig unter dem Joch des Winters gelitten, während ihre stolz wogende Flut durch den eisglitzernden Panzer eingeengt wurde. Die Lastfuhren und Schlitten rollten über die gefesselte Nixe, die Herrscherin der alten Zarenstadt. Zwar hatte die Wintersonne am Himmel gestanden und Milliarden bläulicher Funken aus den Eisflächen geweckt, doch ihr Kuß war kühl und konnte die Ketten der gefangenen Freundin nicht brechen. Als das bunte Treiben in Petersburg immer herausfordernder wurde und die Kristallbrücke der Newa zu viel Leben ertragen musste, erglühte die Sonne hinter den Schneewolken, trieb sie auseinander und forderte den Winter zum Kampf. Bald darauf erblühte eine imposante Wasserfläche mit blauen Wogen zwischen den Steinwällen des Kais und den Granitwänden der Festung, vorbei an den Gärten des fürstlichen Sobolefskoischen Palais. Dieser uralte Bau erhob sich über den terrassenartigen Park und bot aus seinen hohen Fenstern einen herrlichen Ausblick über die Stadt. Durch das zarte Maigrün der Bäume sah man auf eine weite Ebene hinab, auf die Straßen und Dächer, aus denen in gedrängter Fülle Kuppeln, Kirchtürme, kolossale Gebäude und die finsteren Festungsmauern emporragten.
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Hoflut, Nataly von Eschstruth
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