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Von der geschlossenen Welt zum unendlichen Universum

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Während der Jahrhunderte XVI und XVII erlebte das menschliche Denken, zumindest das europäische, eine tiefgreifende Umwälzung, die den Rahmen und die Muster unseres Denkens transformierte. Diese Revolution, auch als „Krise des europäischen Bewusstseins“ bezeichnet, wird auf verschiedene Weise beschrieben und erklärt. Allgemein anerkannt ist, dass die Entwicklung der neuen Kosmologie, die das geozentrische und anthropozentrische Weltbild der griechischen und mittelalterlichen Astronomie durch das heliozentrische und später durch das unendliche Universum der modernen Astronomie ersetzte, eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielte. Koyré spricht von einer „Zerstörung des Kosmos“: der Ablösung der Vorstellung von einer endlichen und wohlgeordneten Welt, in der die räumliche Struktur eine Hierarchie von Vollkommenheit und Wert beinhaltete, durch die eines unbestimmten oder sogar unendlichen Universums, das nicht mehr durch eine natürliche Unterordnung verbunden war, sondern lediglich durch die Identität seiner Gesetze und grundlegenden Komponenten. Wissenschaft, Philosophie und Theologie, oft von denselben Personen vertreten, vereinen sich und nehmen an dem großen Diskurs teil, der mit Bruno und Kepler beginnt und vorläufig mit Newton und Leibniz endet.

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Von der geschlossenen Welt zum unendlichen Universum, Alexandre Koyré

Langue
Année de publication
2008
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3,7
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Langue
Allemand
Éditeur
Suhrkamp
Publié
2008
Format
souple
Pages
259
ISBN10
3518279203
ISBN13
9783518279205
Séries
Première publication
1957
Titre original
From the Closed World to the Infinite Universe
Évaluation
3,65 sur 5
Description
Während der Jahrhunderte XVI und XVII erlebte das menschliche Denken, zumindest das europäische, eine tiefgreifende Umwälzung, die den Rahmen und die Muster unseres Denkens transformierte. Diese Revolution, auch als „Krise des europäischen Bewusstseins“ bezeichnet, wird auf verschiedene Weise beschrieben und erklärt. Allgemein anerkannt ist, dass die Entwicklung der neuen Kosmologie, die das geozentrische und anthropozentrische Weltbild der griechischen und mittelalterlichen Astronomie durch das heliozentrische und später durch das unendliche Universum der modernen Astronomie ersetzte, eine entscheidende Rolle in diesem Prozess spielte. Koyré spricht von einer „Zerstörung des Kosmos“: der Ablösung der Vorstellung von einer endlichen und wohlgeordneten Welt, in der die räumliche Struktur eine Hierarchie von Vollkommenheit und Wert beinhaltete, durch die eines unbestimmten oder sogar unendlichen Universums, das nicht mehr durch eine natürliche Unterordnung verbunden war, sondern lediglich durch die Identität seiner Gesetze und grundlegenden Komponenten. Wissenschaft, Philosophie und Theologie, oft von denselben Personen vertreten, vereinen sich und nehmen an dem großen Diskurs teil, der mit Bruno und Kepler beginnt und vorläufig mit Newton und Leibniz endet.