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Bibliothek der Psychoanalyse: Der Haß auf die Liebe

Die Logik der perversen Paarbeziehung

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Wie ist es möglich, dass sich zwei Wesen aus dem unüberwindlichen Bedürfnis, einander zu zerstören, verbinden? Der Begriff der perversen Paarbeziehung bezieht sich nicht primär auf sexuelle Praktiken. Die Pathologie solcher Beziehungen zeigt sich nicht unbedingt in körperlicher Gewalt, sondern in raffinierten psychologischen Strategien, die darauf abzielen, Genuss auf Kosten des anderen zu finden. Perversen sind Meister der Paradoxie, subtilen Bosheit und Zweideutigkeit. Sie nutzen Kommunikation nicht zur Verständigung, sondern um den Partner zu destabilisieren. Ihr anmaßendes Verhalten bedroht das professionelle Selbstverständnis des Therapeuten, da zwischen perverser und therapeutischer Logik ein Gegensatz besteht. Die therapeutische Haltung der wohlwollenden Neutralität stößt an ihre Grenzen und kann den Therapeuten zum Komplizen perverser Manöver machen. In solchen Fällen scheuen sich die Autoren nicht vor „ethischen Interventionen“ und machen dem Patienten unmissverständlich klar, dass seine Haltung untragbar ist. Der erschreckende Mangel an psychischen Repräsentationen zeigt die Perversion als narzißtische Störung. Anders als beim neurotischen Paar, das von ödipalen Hemmungen geprägt ist, handelt es sich hier um vorsprachliche Inszenierungen eines nicht symbolisierbaren traumatischen Ereignisses. Die Autoren entdecken die Traumata, deren Opfer die Patienten einst wurden, oft in einer von Missbrauch überschatteten Kindhei

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Bibliothek der Psychoanalyse: Der Haß auf die Liebe, Maurice Hurni, Giovanna Stoll

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Année de publication
1999
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Titre
Bibliothek der Psychoanalyse: Der Haß auf die Liebe
Sous-titre
Die Logik der perversen Paarbeziehung
Langue
Allemand
Publié
1999
Format
souple
Pages
334
ISBN10
393213379X
ISBN13
9783932133794
Séries
Évaluation
5 sur 5
Description
Wie ist es möglich, dass sich zwei Wesen aus dem unüberwindlichen Bedürfnis, einander zu zerstören, verbinden? Der Begriff der perversen Paarbeziehung bezieht sich nicht primär auf sexuelle Praktiken. Die Pathologie solcher Beziehungen zeigt sich nicht unbedingt in körperlicher Gewalt, sondern in raffinierten psychologischen Strategien, die darauf abzielen, Genuss auf Kosten des anderen zu finden. Perversen sind Meister der Paradoxie, subtilen Bosheit und Zweideutigkeit. Sie nutzen Kommunikation nicht zur Verständigung, sondern um den Partner zu destabilisieren. Ihr anmaßendes Verhalten bedroht das professionelle Selbstverständnis des Therapeuten, da zwischen perverser und therapeutischer Logik ein Gegensatz besteht. Die therapeutische Haltung der wohlwollenden Neutralität stößt an ihre Grenzen und kann den Therapeuten zum Komplizen perverser Manöver machen. In solchen Fällen scheuen sich die Autoren nicht vor „ethischen Interventionen“ und machen dem Patienten unmissverständlich klar, dass seine Haltung untragbar ist. Der erschreckende Mangel an psychischen Repräsentationen zeigt die Perversion als narzißtische Störung. Anders als beim neurotischen Paar, das von ödipalen Hemmungen geprägt ist, handelt es sich hier um vorsprachliche Inszenierungen eines nicht symbolisierbaren traumatischen Ereignisses. Die Autoren entdecken die Traumata, deren Opfer die Patienten einst wurden, oft in einer von Missbrauch überschatteten Kindhei