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Geniewahn

Hitler und die Kunst

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Zu den folgenreichsten Eigenschaften Hitlers gehorte, dass er sich fur ein Genie hielt. Ubernommen hatte er die Genievorstellung bereits in seiner Jugend aus Kunstlerbiographien des 19. Jahrhunderts. Nach seiner Ablehnung an der Wiener Akademie verinnerlichte er sie im Konzept des verkannten Kunstlers. Das romantische Geniekonzept, das sich langst ideologisiert und mit nationalistischen, rassistischen und antisemitischen Inhalten aufgeladen hatte, bildete die Basis seiner Weltanschauung und Selbstkonzeption als "Fuhrer," Kunstler-Politiker und Stratege. Kunstlertum und Geniewahn erzeugten auch die Notwendigkeit der standigen Selbstbestatigung und Selbstdarstellung als Kunstfreund und Mazen und bildeten damit die Grundlage fur die Kulturbesessenheit des Dritten Reiches. War die Architektur das Medium des NS-Staates, so dienten historische Gemalde Hitlers personlicher Imagepflege. Erstmalig werden die Gemaldekollektionen in Hitlers Wohnungen und diversen Residenzen vorgestellt und ihre Bedeutung rekonstruiert, die die Hauptwerke fur den Diktator hatten. Seinen Abgang aus der Geschichte plante Hitler als Kunstsammler und Stifter einer Gemaldegalerie. "Kriege," so ausserte er 1942, "kommen und vergehen, was bleibt, sind einzig die Werke der Kultur." Aus dem Galerieprojekt bezog er psychische Energien, die den Zweiten Weltkrieg verlangerten und Millionen Leben kosteten.

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Geniewahn, Dr. Birgit Schwarz

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Année de publication
2009
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(rigide),
État du livre
Bon
Prix
38,49 €

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