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Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich - 73: Ein «Bruderkrieg» macht Geschichte

Neue Zugänge zum Alten Zürichkrieg

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Der seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert als Alter Zürichkrieg bezeichnete Konflikt zwischen 1436 und 1450 spielt eine bedeutende Rolle im kollektiven Gedächtnis Zürichs. Die als Mord von Greifensee bekannte Hinrichtung der zürcherischen Besatzung durch ein eidgenössisches Kriegsgericht, die Rivalität zwischen Ital Reding und Rudolf Stüssi sowie die Schlachten bei St. Jakob an der Sihl und an der Birs sind zentrale Ereignisse, die nicht nur die Zürcher, sondern auch die Schweizer Geschichtsschreibung prägen. Die verschiedenen Bezeichnungen des Konflikts deuten darauf hin, dass es sich nicht nur um einen Bürgerkrieg zwischen Schwyz und Zürich handelte, sondern dass der Streit auch benachbarte Gebiete und militärische sowie diplomatische Mittel einbezog. Der Fokus liegt jedoch nicht auf den bekannten politischen und militärischen Aspekten, sondern auf der Erforschung des Alten Zürichkriegs aus einer Alltags-, Kultur- und Regionalgeschichte. Dabei werden die Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Perspektiven einzelner Akteure und die Rolle vermeintlicher Nebenschauplätze beleuchtet. Diese oft vernachlässigten Themen verdeutlichen, dass der Konflikt viele Dimensionen hat und dass Kriege nicht nur auf den Schlachtfeldern Spuren hinterlassen. Auch die Verlierer haben eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden.

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Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich - 73: Ein «Bruderkrieg» macht Geschichte, Christian Sieber, Peter Niederhäuser

Langue
Année de publication
2006
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(souple),
État du livre
Bon
Prix
4,79 €

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Titre
Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich - 73: Ein «Bruderkrieg» macht Geschichte
Sous-titre
Neue Zugänge zum Alten Zürichkrieg
Langue
Allemand
Publié
2006
Format
souple
Pages
208
ISBN10
3034007558
ISBN13
9783034007559
Séries
Description
Der seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert als Alter Zürichkrieg bezeichnete Konflikt zwischen 1436 und 1450 spielt eine bedeutende Rolle im kollektiven Gedächtnis Zürichs. Die als Mord von Greifensee bekannte Hinrichtung der zürcherischen Besatzung durch ein eidgenössisches Kriegsgericht, die Rivalität zwischen Ital Reding und Rudolf Stüssi sowie die Schlachten bei St. Jakob an der Sihl und an der Birs sind zentrale Ereignisse, die nicht nur die Zürcher, sondern auch die Schweizer Geschichtsschreibung prägen. Die verschiedenen Bezeichnungen des Konflikts deuten darauf hin, dass es sich nicht nur um einen Bürgerkrieg zwischen Schwyz und Zürich handelte, sondern dass der Streit auch benachbarte Gebiete und militärische sowie diplomatische Mittel einbezog. Der Fokus liegt jedoch nicht auf den bekannten politischen und militärischen Aspekten, sondern auf der Erforschung des Alten Zürichkriegs aus einer Alltags-, Kultur- und Regionalgeschichte. Dabei werden die Auswirkungen auf die Bevölkerung, die Perspektiven einzelner Akteure und die Rolle vermeintlicher Nebenschauplätze beleuchtet. Diese oft vernachlässigten Themen verdeutlichen, dass der Konflikt viele Dimensionen hat und dass Kriege nicht nur auf den Schlachtfeldern Spuren hinterlassen. Auch die Verlierer haben eine Geschichte, die es wert ist, erzählt zu werden.