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Razzia in Putten

Verbrechen der Wehrmacht in einem niederländischen Dorf

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  • 470pages
  • 17 heures de lecture

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»Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.« Heinrich Heine. Eine schwierige, aber einzigartige Annäherung: die Versöhnung der niederländischen Gemeinde Putten und des deutschen Ortes Ladelund. Am 1. Oktober 1944 treiben Soldaten der Wehrmacht im niederländischen Dorf Putten Frauen, Kinder und Männer zusammen, nur Stunden nach einem Attentat niederländischer Widerstandskämpfer. Am folgenden Tag werden die Häuser niedergebrannt und 660 Männer und Jungen zwischen 17 und 50 Jahren ins KZ Neuengamme deportiert. In den Außenlagern, darunter Ladelund, sind sie unter erbärmlichen Bedingungen zur Arbeit an Panzergräben gezwungen; nur 49 überleben. Das Schicksal des Dorfes, bald als »Witwen und Waisen« bekannt, hat sich tief in die niederländische Erinnerung eingegraben. Für viele bleibt die Zeit nach der Besatzung ein Leben »nach dem Krieg«, geprägt von der Vergangenheit. Die Prozesse gegen die Hauptverantwortlichen der Razzia führen nur zu geringen Strafen. Fragen zur Kollaboration niederländischer Polizisten und zur Rolle des Widerstandes bleiben offen. Die schwierige Versöhnung der Gemeinden Putten und Ladelund über den »Gräbern von Ladelund« beschreibt einen Erinnerungsprozess und enthüllt das moralische Dilemma einer Gesellschaft in Kriegszeiten und danach, ein Teil niederländisch-deutscher Geschichte.

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Razzia in Putten, Madelon de Keizer

Langue
Année de publication
2001
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Titre
Razzia in Putten
Sous-titre
Verbrechen der Wehrmacht in einem niederländischen Dorf
Langue
Allemand
Éditeur
Dittrich
Publié
2001
Format
rigide
Pages
470
ISBN10
392086235X
ISBN13
9783920862354
Séries
Description
»Unter jedem Grabstein liegt eine Weltgeschichte.« Heinrich Heine. Eine schwierige, aber einzigartige Annäherung: die Versöhnung der niederländischen Gemeinde Putten und des deutschen Ortes Ladelund. Am 1. Oktober 1944 treiben Soldaten der Wehrmacht im niederländischen Dorf Putten Frauen, Kinder und Männer zusammen, nur Stunden nach einem Attentat niederländischer Widerstandskämpfer. Am folgenden Tag werden die Häuser niedergebrannt und 660 Männer und Jungen zwischen 17 und 50 Jahren ins KZ Neuengamme deportiert. In den Außenlagern, darunter Ladelund, sind sie unter erbärmlichen Bedingungen zur Arbeit an Panzergräben gezwungen; nur 49 überleben. Das Schicksal des Dorfes, bald als »Witwen und Waisen« bekannt, hat sich tief in die niederländische Erinnerung eingegraben. Für viele bleibt die Zeit nach der Besatzung ein Leben »nach dem Krieg«, geprägt von der Vergangenheit. Die Prozesse gegen die Hauptverantwortlichen der Razzia führen nur zu geringen Strafen. Fragen zur Kollaboration niederländischer Polizisten und zur Rolle des Widerstandes bleiben offen. Die schwierige Versöhnung der Gemeinden Putten und Ladelund über den »Gräbern von Ladelund« beschreibt einen Erinnerungsprozess und enthüllt das moralische Dilemma einer Gesellschaft in Kriegszeiten und danach, ein Teil niederländisch-deutscher Geschichte.